Unsere Missgeschicke bei Einrichtung und Ausstattung der Ferienwohnung

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Heute wagen wir einen Blick in die Vergangenheit. Welche Missgeschicke waren uns damals bei der Einrichtung und Ausstattung unserer Ferienwohnungen auf Usedom unterlaufen? Was hatten wir falsch geplant oder welche Erfahrungen ließen uns von einigen unserer ursprünglichen Ideen abrücken? Wir erinnern uns noch gut, wieviel Zeit wir investierten für Überlegungen zu Themen, Individualität und Stil der Fewos und das anschließende Abklappern zahlreicher Möbel- und Einrichtungshäuser auf der Suche nach zündenden Wohnideen und passenden Einrichtungsgegenständen.

Mittlerweile ist dies von frischgebackenen Eigentümern erheblich bequemer zu bewerkstelligen als zu damaliger Zeit. Vor allem dank Internet kann man sich erheblichen Aufwand dabei sparen. So gibt es nicht nur unzählige Webpräsenzen von Markenherstellern, Möbel- und Einrichtungsshops, sondern gleich ganze Portale rund um die Einrichtungsthematik, wie z.B. Livingo. Diese fassen die Produktsortimente von oft mehr als hundert einzelnen Internetstores übersichtlich kategorisiert zusammen. Und einen Preisvergleich gibt’s obendrauf. Schade, dass es derartig umfangreiche Ideenpools zu unserer Einrichtungsperiode noch nicht gab …

Unsere Leiden in der Ferienvermietung

Aber zurück zu den Erfahrungen in unseren Ferienwohnungen. Aus Schaden wird man klug, behauptet der Volksmund. Noch besser wäre, man würde die Fehler anderer nicht nachahmen und sich so derartige Misserfolge von vornherein schenken. Probieren Sie es ruhig einmal aus … 😉

Eine kleine Auswahl unserer eigenen Missgeschicke:

Als Vermieter wünscht man sich, dass ein Gast auch mal während des Aufenthaltes den Fussboden in der Wohnung reinigt. Mitgeschleppter Strandsand und Essenskrümel sind häufige Gründe dafür. Ergo statteten wir jede Ferienwohnung mit einem aufladbaren Bodensauger namens „Dirt Devil“ aus. Der ist handlicher und benötigt weniger Stauraum als ein Staubsauger. Womit wir nicht gerechnet hatten, war das Bedürfnis einiger Gäste, die zugehörigen Ladekabel mitgehen zu lassen. Besen, Handfeger und Müllschaufel tun es wohl auch …

Besser befestigte als rollbare Schränke

In einer Fewo dachten wir uns, ein Toilettendeckel mit selbsttätiger Softtouch-Automatik wäre nicht nur eine andersartige Lösung für die übliche WC-Brille, sondern würde gleichzeitig auch das Geschepper unterbinden, wenn jemandem der WC-Deckel aus der Hand rutscht. Das war wohl für einen Gast technischer Overkill und er meinte, irgendwie muss dieser WC-Deckel doch kräftig per Hand zu schließen sein …

Eine wesentliche Erfahrung war, dass die Kostenkontrolle vor allem für jene Einrichtungsgegenstände greifen sollte, die hoher Belastung unterliegen. Das gilt definitiv für das Bett, insbesondere für die Matratzen. Suchen Sie gezielt nach Matratzen mit hoher Belastungsverträglichkeit und Langlebigkeit. Sie können den Buchungsunterlagen ja nicht ansehen, ob sich in Kürze mehr als 2 Zentner Lebendgewicht zur Ruhe betten wollen. Wir hatten die Matratzen desöfteren tauschen müssen. Rückblickend wäre eine teure, aber hochwertigere Erstmatratze kostengünstiger gewesen …

Bei unseren Sofas verwendeten wir solche mit tausch- und waschbaren Überzügen. Das war insgesamt ein clevere Idee. Es gibt immer irgendeinen kleckernden Gast oder Hinterlassenschaften von Kugelschreiberminen und Malstiften. Eher weniger erfolgreich war die Ausklappfunktion für eine zusätzliche Aufbettung. Da die Industrie unterschiedliche Mechanismen dafür verwendet, war nicht jedem Gast bewusst, dass das Ausklappen anders funktionieren könnte als daheim. Einige Grobiane haben die Lebenszeit des Klappmechanismus dann hemdsärmlig verkürzt. Wir waren schließlich zu einer Vermietung ohne Aufbettung übergegangen …

Aus unerfindlichen Gründen scheinen die Glaskannen der Kaffeemaschine ein unsicheres Dasein bei Gästen zu führen. Diese mussten wir häufiger ersetzen als gedacht, manchmal auch durch eine komplett neue Kaffeemaschine, da es keine Ersatzkanne für das genutzte Modell mehr gab. Hier ist eine Kaffeemaschine mit einer kunststoffummantelten Thermokanne sinnvoller.

Renovierungsmassnahmen gab es häufiger an den Wänden. Sei es, dass Essensspritzer, Malstifte oder schmutzige Hände ihre Spuren hinterließen oder in einem Fall auch Rußablagerungen, weil die Gäste eine Dekokerze unbedingt in Wandnähe anzünden mussten. Klugerweise hatten wir auf Tapeten von vornherein verzichtet und stattdessen Farbanstriche auf darunter liegendem Malervlies verwendet. Dann kann man Schadstellen per Malerrolle weniger aufwendig beheben. Dazu sollte man entweder über einen Rest der Originalfarbe verfügen oder wenigstens die exakte Produkt- und Farbbezeichnung für einen Nachkauf zur Hand haben.
In einer Wohnung hatten wir jedoch eine Farbe mit höchst sensibler Oberfläche verwendet, der man im Sonnenlicht bereits Schweißflecken durch Handberührungen sofort ansah. Testen Sie das vorher besser aus.

Weniger Vielfalt, größere Menge pro Glas-, Besteck- und Geschirrtyp

Zur Auswahl der Varianten an Gläsern, Bechern, Tassen, Tellern und Schüsseln sei angemerkt, dass weniger mehr ist. Soll heißen, reduzieren Sie die Anzahl der verschiedenen Varianten, halten dafür aber mehr Reserve pro Typ vor. Da geht häufiger etwas zu Bruch. Ein 6er Set pro Glasform ist definitiv zu wenig.

Als Fön hat sich ein stationäres Modell mit Wandhalterung bewährt. Das spart Stauraum, ist handlich und führt niemanden in Versuchung, den Fön aus Versehen im Reisekoffer zu verstauen …

Vermeiden Sie besser weisse oder helle Fugen zwischen Ihren Fliesen auf dem Fussboden oder in der Dusche. Je nach Wischrichtung entstehen durch die Reinigung mit der Zeit dunkle Ablagerungen in den Fugen. Diese sind dann meist ungleich verteilt und Ihre Fliesenebene erscheint abwechselnd hell und dunkel. Das wirkt dann nicht mehr attraktiv. Aber bitte nicht gleich zum Schwarz greifen. Passende dunklere Töne reichen vollkommen aus.

Soweit einige unserer „Vermietersünden“. Wer möchte, darf diese gern mit eigenen Missgeschicken per Kommentar ergänzen. Andere Erfahrungen sind herzlich willkommen.

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Kommentare

  1. Wolfgang u. Elisabeth Stoiber  Oktober 22, 2017

    Ich vermiete seit 1990 einen Ferienwohnung für 2-3 Personen (3.Person = 1 Kind)
    Nun wird seit einigen Jahren eine Spülmaschine in der Küche verlangt, will man eine 4 Sterne Klassifizierung bekommen.
    Meine Gäste sagen alle, dass wäre Unsinn, denn bis man die Spülmaschine einräumt, hat man bereits abgespült. Außerdem wäre das nicht umweltfreundlich, wenn die Gäste dann wegen ein paar Tassen u. Tellern die Spülmaschine durchlaufen lassen.

    Wichtig ist doch auch, dass genügend Koch-, Kaffee- u. Speise-Geschirr in sehr gutem Zustand sowie Besteck vorhanden ist. Wenn man denn Gästen Glauben schenkt, sind in manchen Ferienunterkünften höchsten 4 Tassen, Teller usw. vorhanden. Hier sind die Gäste gezwungen, die Spülmaschine immer nach jeder Mahlzeit einzuschalten.

    Warum wird unbedingt ein Boxspringbett verlangt? Ist es nicht viel wichtiger, dass die Matratzen in sehr gutem Zustand und sauber sind? Die Oberbetten auch in Übergröße in Winter- u. Sommerausstattung ausgerüstet sind ?
    Viele meiner Gäste, die meine Ferienwohnung besuchen, sind hier meiner Meinung und bewerten sie bei Fewo direkt mit 5 Sterne (Höchstzahl der Sterne).

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