Kostenfaktor Stromverbrauch in Ferienhaus und Ferienwohnung

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Eine wirtschaftlich erfolgreiche Vermietung der Ferienimmobilie an Urlaubsgäste basiert nicht nur auf effektiver Vermarktung des Objektes und überdurchschnittlichen Mieteinnahmen, sondern erfordert stets auch den Blick auf die Kostenseite. Letztlich geht es ja darum, die Spanne zwischen Einnahmen und Ausgaben bestmöglich auszudehnen. Man kann auch mit 250 Vermietungstagen durchaus in den roten Zahlen landen, wenn der Kostenseite nicht gebührend Beachtung geschenkt wird.

Korrelation Ausstattungsgrad und Kostenhöhe

In den letzten Jahren haben viele Bauträger Ferienimmobilien erstellt, die über eine gehobene Einrichtung & Ausstattung verfügen. Man könnte meinen, ohne Fussbodenheizung, Infrarotsauna, Whirlpool, Kamin und vielfältige Computertechnik für diverse Steuerungen & zum Gästevergnügen ließe sich eine akzeptable Belegungsquote gar nicht mehr erzielen. Mit entsprechenden Auswirkungen auf Folgekosten zur Erhaltung & Reparatur, aber auch auf die Rotationsfreudigkeit des Stromzählers.

Natürlich kann man damit bestimmte Gästezielgruppen mit Hang zur üppigen Ausstattung ansprechen, sollte dabei aber unbedingt die Kostenseite im Auge behalten. So manch ein Vermieter hat über der Jahresabrechnung seines Stromanbieters sicher graue Haare bekommen. Was tun? Eine Möglichkeit ist die Prüfung der Konditionen des Stromlieferanten und möglicher Alternativen. Worauf dabei zu achten ist, wurde schon in einem früheren Blogartikel ausführlich diskutiert.

Eigentümer, welche den Gästen den tatsächlichen Stromverbrauch berechnen, sind im Vorteil, da die Kosten ein durchlaufender Posten sind. Trotzdem erfreut es wohl kaum einen Gast, wenn er am Urlaubsende eine satte Verbrauchsrechnung präsentiert bekommt. Vermieter, welche die Verbrauchskosten bereits pauschal im Mietpreis berücksichtigt haben, sollten regelmäßig ihre Kalkulation überprüfen. Deshalb gehören alle Verbrauchsquellen im Ferienobjekt unter die Lupe genommen, was erfahrungsgemäß in belegungsfreien Zeiten der Nebensaison am gründlichsten gelingt:

  • Verbrauchsmonster Swimmingpool

    Welche Geräte könnte ich gegen energieeffizientere Modelle tauschen, wenn der Lebenszyklus des Altgerätes sich dem Ende neigt?

  • Was läuft im Objekt eigentlich alles auf Standby? Auch das verbraucht Strom, meist deutlich mehr als man annehmen würde …
  • Können Zeitschaltungen genutzt werden? … u.a.

Informationen im Internet

Glücklicherweise finden sich zu diesem Thema reichlich Informationsseiten im Netz. So z.B. beim Strom Magazin oder der Deutschen Energie-Agentur. Bei letzterer sind sowohl einige hilfreiche PDF-Broschüren als auch ein Stromsparcheck mittels Online-Berechnung verfügbar. Auf einer Webseite mit dem Namen „Wir Hausbesitzer“ können Sie ebenfalls zahlreichen Hinweisen nachgehen und Berechnungen zu den Kosten verschiedener Verbrauchsquellen studieren. Beispielsweise zu den Kosten einer Fussbodenheizung.

Was nutzen Feriengäste wirklich?

Desöfteren begründen Vermieter Ihre Investitionen damit, dass man alles für das Wohlergehen der Gäste tun würde. Z.B., weil im Ferienhaus nun endlich eine nagelneue Infrarotsauna zur Verfügung steht. Das muss doch fast zwangsläufig in einem höheren Gästeaufkommen münden, oder?

Rechnet man ehrlicherweise Kaufpreis, Wartungs- und Erhaltungsaufwand sowie die Verbrauchskosten einer Sauna einmal zusammen, dann kommt man schnell dahinter, dass es sich für die meisten Vermieter nicht wirklich rechnet. Selbstverständlich kann so eine Sauna ein prima Aufhänger in der Vermarktung sein und vielleicht tatsächlich von Saunaliebhabern deswegen gebucht werden. Aber bis sich die Saunaanschaffung inkl. aller Nebenkosten tatsächlich amortisiert hat, dauert es im Regelfall etliche Jahre. Wenn Sie dadurch höhere Belegungsquoten erreichen – prima. Wenn nicht, dann gehören diese Kosten immer in der Mietpreiskalkulation berücksichtigt.

Eigentlich macht es am meisten Sinn, derartige Investitionen von vornherein auf den Prüfstand zu stellen. Wenn nur wenige Gäste Ihr Angebot nutzen, dann bahnt sich möglicherweise ein wirtschaftlicher Schuss in den Ofen an. Das gilt ebenso für Swimmingpools oder High-end HiFi- und TV-Anlagen. Vielleicht kommt man hier als Gastgeber mit einem Gutschein zum Besuch des örtlichen Wellnessbades oder Kinos nicht nur kostengünstiger weg, sondern sammelt gleich Pluspunkte für besondere Aufmerksamkeiten gegenüber dem Gast. Und wenn Sie sich mit den jeweiligen Anbietern in Ihrem Ferienort einmal zusammensetzen und für beide Seiten attraktive und doch wirtschaftliche Rabatte ausloten, dann fallen vielleicht nicht einmal Extrakosten für Sie an …

Titelfoto: Shamil Khakirov;   Artikelbild: Piscines Waterair,  beide wikimedia commons

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Kommentare

  1. Holger  Oktober 3, 2016

    Also unsere Sauna wird von den Gästen zwar desöfteren genutzt, aber ein vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis stellte sich nicht wirklich ein. Berechnet man die Saunanutzung extra, dann wird sie weniger benutzt. Integriert man die Kosten im Mietpreis, dann wird man preislich unattraktiver im Wettbewerb.

    antworten
    • Tilo Boy  Oktober 21, 2016

      Die Wirtschaftlichkeit einer Sauna ist im durchschnittlichen Mietpreissegment gar nicht so einfach darstellbar. Im gehobenen und Luxus-Segment geht das einfacher. Ebenso, wenn man mehreren Wohnungen eine Sauna zur Verfügung stellt, z.B. in Mehrparteienobjekten.

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