Ferienvermietung an Winterurlauber – interessante Marketing-Fakten

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Passend zur ausklingenden Wintersaison wollen wir doch mal einige Aspekte prüfen, die bei der Vermarktung von Ferienhaus und Ferienwohnung an Winterurlauber hilfreich sein könnten. Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison und eine vorausschauende Planung ist stets eine gute Idee. Vor längerer Zeit warfen wir ja bereits einen Blick in eine BestFewo-Studie zum Thema Urlaub in Bayern und nahmen die Ferienregion Harz unter die Lupe. Heute betrachten wir die Dinge allgemein aus dem Blickwinkel des Marketings für die Gästegruppe der Wintersportfreunde.

Statistiken rund um den Winterurlaub

Die Nebensaison ist eine prima Zeit, um sich auch einmal mit einigen statistischen Erhebungen auseinanderzusetzen. Das bringt manchmal auch völlig neue Denkansätze für das eigene Vermarktungskonzept des Ferienobjektes mit sich. Anbieter gibt’s dafür im Internet reichlich, wir haben uns für diesen Artikel speziell bei einem der großen Statistikportale umgesehen – Statista. Neben vielen kostenpflichtigen Erhebungen lassen sich auch kostenfreie Statistiken aufspüren. Auf einige davon wollen wir näher eingehen.

Beliebte Winterreiseziele

Die erste Statista-Grafik illustriert die Frage: „In welche Regionen sind Sie schon einmal in den Winterurlaub verreist?“

Infografik: Urlaub dahoam - Die beliebtesen Winterreiseziele | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die DACH-Region hat hier eindeutig die Nase vorn, aber immerhin ein Viertel der Befragten entflieht gern mal in wärmere Gefilde. Die 66 Prozent für deutsche Reiseziele inkludieren auch die Ferienregionen fernab von Bergen und Wintersport. Also z.B. die Nord- und Ostseeküste und damit auch ein gutes Vermietungspotential, wenn kein Skilift in der Nähe ist.

Winterurlaub zum Schnäppchenpreis?

Wenn sich Urlauber nun zu einem Skiurlaub entschließen, dann tagt in vielen Fällen der Familienrat, um über die Kostenseite zu diskutieren. Schließlich muss man ja nicht nur die direkten Übernachtungs- und Verpflegungskosten stemmen, sondern auch Nebenkosten wie die Wintersportausrüstung, Skipässe oder Eintrittspreise für Eisbahnen bezahlen können. Wieviel Urlaub bekommt man denn für sein Geld?

Infografik: Skifahren zum Schnäppchenpreis? | Statista

Wer sich für die schneesicheren Skigebiete in Tschechien (z.B. das Riesengebirge rund um die Schneekoppe) entscheidet, bekommt für seinen Urlaubs-Euro rund zweieinhalbmal so viel Leistung wie in der Schweiz. Selbst in Slowenien ist es nur halb so teuer wie bei den Eidgenossen. Darauf haben sich mittlerweile zahlreiche Anbieter für günstige Skireisen eingestellt und vermitteln eine zunehmende Zahl von Feriengästen in diese preiswerteren Winterregionen.

Als Vermieter eines Ferienobjektes in der DACH-Region sollte man diesen Trend im Auge behalten. Steht man in Konkurrenz zu kostengünstigen Angeboten in Tschechien oder Slowenien, sollte man sich bei der Eigenvermarktung auf die Stärken seines Objektes und die der umliegenden Infrastruktur konzentrieren. Wer viel Qualität und Angebotsreichtum zu bieten hat, muss sich vor den Preiskonkurrenten keineswegs verstecken. Auch die erheblich kürzeren Anreisezeiten kann man als Trumpfkarte ausspielen.

Naturschnee oder Kunstschnee?

Bei Wintergästen mit Hang zu Naturschnee haben die deutschen Pistengebiete die Nase deutlich vorn. Nur 25 Prozent der Pistenflächen sind künstlich beschneit. In der Schweiz ist es rund die Hälfte. In Österreich werden 60% und im italienischen Südtirol gar 80% der vorhandenen Pistenflächen mit Kunstschnee präpariert. Auch diesen Fakt kann man als Eigentümer eines Winterferiendomizils in deutschen Gefilden in eine erfolgversprechende Marketingstrategie aufnehmen.

Infografik: Schnee aus der Kanone | Statista

Wintersportausrüstung für Gäste zur Verfügung stellen?

Als Vermieter eines Ferienobjektes ist man ja bestrebt, den Urlaubsgästen auch einen passenden Service anzubieten. Das betrifft neben den Informationen zu Standort, möglichen Freizeitaktivitäten und vorhandener Infrastruktur für alltägliche Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Benzin oder medizinischer Hilfe vor allem Ausrüstungsgegenstände für den Gebrauch durch Gäste. Je nach Ferienregion sind das oft Kaminholz, Grill, Fahrräder oder auch Equipment für Angler und Golfer. Wie steht es nun um die Notwendigkeit einer Skiausrüstung im Ferienobjekt?

Infografik: Ski schlägt Snowboard | Statista

Mehr als die Hälfte der Befragten reist mit vollständiger Wintersportausrüstung an, rund ein weiteres Drittel mit zumindest teilweiser Ausrüstung. Da kann man sich als Vermieter die Mühe mit dem Winterequipment für Feriengäste wohl sparen. Von der Vielzahl vorzuhaltender unterschiedlicher Größen mal ganz abgesehen. Das spricht eher für eine enge Kooperation mit einem Verleiher für Skiausrüstung vor Ort. Vielleicht läßt sich dort ja auch ein preislicher Rabatt für Ihre Gäste arrangieren.

Titelfoto: Webwizzard, wikimedia commons;  Grafiken: Statista, creative commons

Ferienvermietung in Wintersportregionen

Literatur rund um die Ferienimmobilie

Interviews

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