Inseratspreise 2017 für Ferienobjekte auf Fewo-Portalen mit Festpreis

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Jeder Vermieter von Ferienhaus und Ferienwohnung sollte von Zeit zu Zeit die Preise für Objektinserate auf Fewo-Portalen auf etwaige Änderungen kontrollieren. Möglicherweise gerät so eine Vermittlungsplattform ins Visier, die zuvor unbeachtet blieb. Vor allem, wenn auf den vom Eigentümer als Marketing-Kanal genutzten Portalen Preiserhöhungen vor der Tür stehen. Wir wollen dies heute für die gängigen großen und mittelgroßen Fewo-Portale tun, die Vermietern Inserate zu einem Festpreis anbieten und in Deutschland zu den beliebten Vermarktungshilfen für das eigene Feriendomizil zählen.

Inseratspreise 2017 bleiben stabil

Im Vergleich zum Vorjahr fällt sofort ins Auge, dass die geforderten Preise bei allen sechs unten genannten Anbietern sich nicht geändert haben. Sieht man einmal vom Hin und Her bei der HomeAway-Tochter FeWo-direkt ab, mit deren Preismodelländerungen wir uns bereits ausführlich beschäftigt hatten. Prinzipiell gilt weiterhin: Je bekannter das Portal, um so teurer die Inseratskosten. Spitzenreiter bleiben weiterhin die beiden Töchter börsennotierter Aktiengesellschaften – Traum-ferienwohnungen.de (Axel Springer) und FeWo-direkt (HomeAway/Expedia).

Der nackte Preis für ein Inserat sagt natürlich noch nichts darüber aus, was man als Eigentümer in Form von Leistungen erhält. Gerade das Thema Service gegenüber Gastgebern ist hier und da wohl ein Sorgenkind. Nicht erreichbare Hotlines, Zuständigkeitsgerangel, Service-Mitarbeiter mit radebrechenden Deutschkenntnissen – betroffene Vermieter wissen sicher, was gemeint ist …

Zahl der Objektlistungen

Immerhin läßt sich feststellen, dass es eine Korrelation zwischen der Zahl der inserierten Objekte und dem verlangten Preis für ein Vermieterinserat gibt. Je mehr Objekte auf dem Portal veröffentlicht sind, um so teurer wird es.

Zahl der Inserate auf Portalen mit Festpreis

Die Portale Tourist-online.de mit aktuell rund 1,165 Mio. und FeWo-direkt mit ca. 1,2 Mio. inserierten Ferienobjekten sind hier nur bedingt vergleichbar, weil beide in internationale Netzwerke integriert und keine stand-alone-Lösungen sind. Wirtschaftlich betrachtet, dürften höhere Objektzahlen auch einen höheren Kostenaufwand für die Portale bedeuten und so die entsprechenden Inseratskosten begründen.

Der Vermieter selbst hat davon aber gar nichts. Ganz im Gegenteil – je mehr Objekte am eigenen Ferienstandort gelistet werden, um so höher steigt der Wettbewerbsdruck für den einzelnen Gastgeber. Das erfordert dann oft größere Anstrengungen, mit seiner Ferienwohnung für potentielle Gäste auf dem Portal bestens sichtbar zu bleiben. Bemühungen für eine gute Position in den Objektlisten müssen intensiviert werden und gegebenenfalls zusätzliche kostenpflichtige Optionen wie z.B. TOP-Platzierungen beansprucht werden.

Effektivität des Fewo-Portals

Vielleicht wäre es für den einen oder anderen Eigentümer einmal überlegenswert, ob Portale mit weniger gelisteten Objekten und geringeren Inseratskosten am Ende sogar effektiver sein könnten. Dazu muss man natürlich prüfen, ob am eigenen Standort auch tatsächlich weniger Wettbewerber am Start sind. Was im Großen feststellbar ist, muss ja nicht unbedingt auf jeden Standort projizierbar sein. Nehmen wir einmal das Beispiel der Nordseeinsel Borkum und greifen uns zur Veranschaulichung die Anbieter Ferienhausmiete.de und Traum-ferienwohnungen.de heraus. Auf Traum-ferienwohnungen.de sind nach heutigem Stand 731 Ferienhäuser und Ferienwohnungen auf der beliebten Familieninsel buchbar, auf Ferienhausmiete.de nur ganze 42!

Die Borkumer Objekte passen bei Ferienhausmiete.de auf lediglich 2 Seiten der Standort-Objektliste. Bei Traum-ferienwohnungen.de sind für alle Objekte 30 Seiten nötig. Gute Chancen also, als Vermieter bei Ferienhausmiete.de mit ein wenig Engagement immer auf der ersten Seite sichtbar zu sein. Beim größeren Mitbewerber sind dafür erheblich mehr Anstrengungen erforderlich.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn weniger Mitbewerber ergeben keinen Vorteil, wenn die Gesamtzahl der über das Portal Buchenden viel zu gering ist. Schauen wir dazu auf die generierten Buchungen pro Jahr bei den genannten beiden Festpreisportalen. Ferienhausmiete.de gibt rund 1,1 Millionen Buchungsanfragen pro Jahr an, Traum-ferienwohnungen.de vermeldet etwa 4,2 Millionen Anfragen. Bezogen auf die Gesamtzahl der inserierten Objekte bedeutet dies:

  • Ferienhausmiete.de generiert ca. 32 Buchungsanfragen pro Inserat und Jahr
  • Traum-ferienwohnungen.de schafft etwa 46 Buchungsanfragen für ein Inserat im Jahr

Grundsätzlich sind beide Werte sehr gut. Leider wissen wir nicht, wieviele dieser Anfragen später auch tatsächlich feste Buchungen werden. Viele Vermieter berichten uns, dass in den letzten Jahren die Zahl ihrer Buchungsanfragen zwar steigt, aber am Ende nicht unbedingt mehr feste Buchungen daraus resultieren. Ein Grund dafür dürfte sein, dass eine erkleckliche Zahl von Buchungsinteressenten gleichzeitig mehrere Anfragen an verschiedene Vermieter abschickt und dann ein Objekt auswählt. (Ergo: Nicht trödeln bei der Beantwortung von Buchungsanfragen! Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.)

Was wir ebenfalls nicht wissen – Trifft die Zahl der durchschnittlichen Buchungsanfragen auf den beiden Beispielportalen auch exakt auf die Ferieninsel Borkum zu? Auch hier würde man gern einmal Mäuschen in den Statistiken der Portale sein … 😉

Festhalten kann man aber auf jeden Fall folgendes: Wenn Sie mit den angegebenen durchschnittlichen Buchungsanfragen pro Inserat auf einem Portal zufrieden wären, dann liegt die eigentliche Arbeit in der Erzielung einer möglichst optimalen Quote im Verhältnis von Anfragen zu den tatsächlichen Buchungen. Schaffen Sie beispielsweise eine 75% Quote auf Ferienhausmiete.de (= 24 Buchungen), aber nur 50% bei Traum-ferienwohnungen.de (= 23 Buchungen), dann wäre Ihr Inserat auf den kleineren Portal erfolgreicher bei geringeren Kosten.

Um dies umzusetzen, bedarf es aber schon umtriebiger Vermieteraktivitäten, die wir in dem einen oder anderen Blogartikel noch näher beleuchten.

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Literatur rund um die Ferienimmobilie

Statistiken für Ferienimmobilien

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