Störerhaftung? Rechtssicheres WLAN in der Ferienwohnung

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Gemäß aktueller Tourismusstatistik 2014 (Quelle: statista) wünschen sich über 70% der Urlauber in Deutschland kostenloses WLAN im Feriendomizil. Wo früher noch Postkarte und Telefon als Kommunikationsmittel regierten, haben jetzt Laptop, Tablet und Handy das Zepter übernommen. Inklusive WLAN mit Internetzugang, versteht sich. Viele Vermieter haben auf den Wandel der Gästeansprüche reagiert und bieten ihren Gästen eine kostenlose WLAN-Nutzung im Ferienobjekt an.

Immer wieder tauchen Meldungen auf, die von einem Missbrauch des Internetzugangs durch Gäste zu Lasten des Vermieters berichten. Justitia nennt das Störerhaftung und nimmt den Eigentümer in die Verantwortung. Und das kann teuer werden, wenn Abmahnungen wegen Rechtsverletzungen (z.B. illegale Downloads von Musik, Videos) dem Vermieter ins Haus flattern. Was sollte ein Vermieter beachten, um seinen Gästen gefahrlos einen Internetzugang zur Verfügung stellen zu können?

Der Anbieter Socialwave aus München klärt im folgenden Gastbeitrag über die Hintergründe auf:

Was ist die Störerhaftung?

Wer seinen Gästen WLAN anbieten will, muss bestimmte gesetzliche Vorgaben einhalten. Nach dem Telekommunikationsgesetz gehört dazu auch, dass bestimmte Bestandsdaten erhoben werden:

  • Der Name des Gastes
  • Geburtsdatum des Gastes
  • Der genaue Zeitpunkt der Internetsitzung
  • Die MAC-Adresse des verwendeten Endgerätes

Diese Daten müssen gespeichert und fristgerecht gelöscht werden. Außerdem hat der Gast, der das WLAN nutzt, die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Hält der Betreiber des WLAN diese Vorgaben nicht ein, handelt er als Störer und somit fahrlässig.
Das bedeutet eine Verantwortlichkeit des Anschlussinhabers für Rechtsverletzungen, die über seinen Internetanschluss begangen werden, solange er fahrlässig handelt.

Wodurch entstehen Rechtsverletzungen?
Dies geschieht beispielsweise durch illegales Herunterladen/Streamen von urheberrechtlich geschützten Filmen, Musik oder TV-Sendungen. Auch der Konsum pädophiler Inhalte oder der Erwerb verbotener Produkte fällt in diesen Bereich.

Was ist sind rechtlich unsichere Lösungen?
Wer das WLAN-Passwort an seine Gäste weitergibt oder dieses Passwort gänzlich entfernt, handelt fahrlässig und haftet für etwaige Rechtsverletzungen.
Manche Internet-Router bieten einen sogenannten „Gast-Zugang“ an. Diese Funktion hält zwar die Gäste vom Haupt-Netzwerk des Eigentümers getrennt, doch es schützt den Anschlussinhaber nicht vor Rechtsverletzungen. Auch in diesem Fall haftet der Vermieter.

Wie kann sich der Vermieter schützen?
Um im Feriendomizil ein rechtssicheres WLAN anbieten können, müssen sich die Gäste in irgendeiner Form anmelden und die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Ein gangbarer Weg wäre beispielsweise die Kooperation mit einem externen Anbieter von professionellen Hotspot-Lösungen, der diese Anforderungen erfüllt.

Neben den klassischen Anbietern wie der Deutschen Telekom oder Kabel Deutschland gibt es auch einige innovative Lösungen am Markt, deren Leistungen über die Bereitstellung eines rechtssicheren Hotspots hinausgehen.
Einer dieser innovativen Anbieter ist die Firma Socialwave. Die von Socialwave angebotene Hotspot-Lösung verschafft nicht nur rechtlichen Schutz, sondern verknüpft die Internetaktivitäten der Gäste mit interessanten Marketingoptionen.

So hat der Gast hat die Möglichkeit, sich über seinen Facebook-Account in das WLAN im Ferienobjekt einzuloggen. Der Login erfolgt mit nur einem Klick. Das macht die Anmeldung für das WLAN nicht nur einfach für den Gast, sondern beschert dem Vermieter gleichzeitig auch einen „Like“ für die eigene Facebook-Seite. Marketingmaßnahmen wie das Einblenden von Kooperationsangeboten (z.B. Fahrradverleihstationen, Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen, Ermäßigungen für den Besuch von Museen oder Wellnessthermen vor Ort etc.) sind möglich und helfen dem Vermieter, seinen Gästen ein umfassendes Serviceangebot bereitzustellen.

Alternativ zur Facebookvariante besteht für den Gast auch die Möglichkeit, sich mittels Email-Account zu authentifizieren. Bei beiden Varianten zur Authentifizierung muss der Gast die Nutzungsbedingungen akzeptieren, um den Zugriff auf das Internet zu erhalten. Womit den Anforderungen für eine Rechtssicherheit Genüge getan wäre.
Ausführliche Informationen zur Hotspot-Lösung von Socialwave mit der Möglichkeit eines kostenlosen Checks des derzeit vom Vermieter genutzten Systems finden Sie hier.

 

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Foto-Nachweis: Socialwave

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