Tourismusgewinner 2016 – Balearen, Kanaren und spanisches Festland

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Für Eigentümer einer Ferienimmobilie, die ihr Domizil an Urlaubsgäste vermieten, ist der regelmäßige Blick auf die politische und wirtschaftliche Großwetterlage ratsam. Denn manchmal sind es gar nicht die Vermieteraktivitäten selbst, welche Touristen an den eigenen Ferienstandort locken. Vermieter von Ferienobjekten in Deutschland konnten 2016 beispielsweise bestens vom Sicherheitsdenken zahlreicher Gäste zehren. Einen wahren Boom erlebten jedoch die spanischen Reiseziele, allen voran die Balearen und die Kanarischen Inseln.

Vermieter profitieren von erhöhter Nachfrage

Die geopolitischen Entwicklungen der letzten Zeit führten zu signifikanten Einbrüchen im Tourismussektor bei als unsicher eingestuften Reisezielen wie der Türkei, Ägypten oder Tunesien. Hier reduzierte sich das Gästeaufkommen um schmerzhafte 30 Prozent. Selbst Frankreich als Touristenprimus verbuchte einen Besucherrückgang von 16 Prozent.
Der Blick vieler Touristen richtete sich daher auf Reiseziele, die als sicher gelten. Neben Deutschland berichten vor allem spanische Ferienorte von erhöhter Nachfrage – sehr zur Freude der dort vermietenden Eigentümer von Ferienobjekten. Laut einem Artikel des Kanaren Express verzeichneten die Balearen einen Zuwachs von 63 Prozent, die Kanaren von 56 Prozent neuer Touristen aus den genannten Krisengebieten. Als „geliehene Urlauber“ bezeichnen Experten diese Touristengruppe. Soll heißen, diese Gäste kamen vornehmlich wegen der instabilen Lage in anderen Destinationen. Je nach künftiger Entwicklung kann sich dies auch schnell wieder ändern. Immerhin eröffnet sich so aber die Chance für Ferienvermieter in Deutschland und Spanien, einen Teil dieser „geliehenen Urlauber“ dauerhaft für die eigene Ferienregion zu begeistern.

Was tut man für eine langfristige Gästebindung?

Die Tourismusminister und -räte auf den Balearen und Kanaren haben bereits erkannt, dass sich hier eine unerwartete Möglichkeit auftut, an den veränderten Touristenströmen langfristig zu partizipieren. Es werden Millionen Euro in bessere Fluganbindungen, die Infrastruktur vor Ort und auch in die Ausbildung junger Menschen im Tourismusbereich gesteckt. Neue Vermarktungsideen auf Investorenseite gesellen sich ebenfalls dazu. So hat die spanische Hotelgruppe Palladium nach Ibiza nun auch auf Teneriffa ein Hard Rock Hotel eröffnet. Man residiert dort in Türmen namens „Oasis“ und „Nirvana“, was die Zielgruppe bereits erahnen läßt. Da passt es doch bestens, dass britische Urlauber die größte Gruppe ausländischer Gäste stellen.

Regionale Fewo-Portale rüsten auf

Viel Platz – derzeit ein seltenes Bild auf Gran Canaria und Teneriffa

Was das Buhlen um die deutsche Kundschaft anbelangt, so tut sich auch hier einiges. Hinsichtlich der Vermarktungsaktivitäten für Objektinserate läßt sich derzeit konstatieren, daß viele  spezialisierte Unterkunftsportale ihre Google-Werbung intensiviert haben. Wer beispielsweise den Suchterm Ferienhäuser Teneriffa in die Google-Suchmaschine eingibt, dem werden gleich auf der ersten Ergebnisseite neben den üblichen Portalgrößen sogar mehrheitlich auf die Kanaren spezialisierte Unterkunftsplattformen begegnen. Das gilt sowohl für die organischen Treffer als auch für die Adwords-Anzeigen.
Wenn man sich diese spezialisierten Kanaren-Portale einmal genauer ansieht, dann fallen die vielfältigen Bemühungen sehr wohl ins Auge, die Schlagdistanz zu den etablierten internationalen Portalen zu verringern. Dazu gehören optisch und funktionell aufgerüstete Webauftritte ebenso wie die Pflege von Info-Blogs, welche Google ja besonders liebt und in Sachen Platzierung entsprechend honoriert. Der Reiseblog von privateHOLIDAY ist so ein Beispiel.

Im oben erwähnten Artikel des Kanaren-Express finden sich auch Berichte zur Kehrseite des Touristenbooms auf den Kanarischen Inseln. Zitat: „… Wo viel geurlaubt wird, wird auch betrogen …“ Einige der spezialisierten Unterkunftsplattformen gehen diese Thematik bereits seit längerem offensiv an, sind als Trusted Shops zertifiziert und bieten Buchenden weitreichende Garantien. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil im Wettbewerb um Urlaubsgäste.

Ähnliches läßt sich auch für die Balearen feststellen. So wird z.B. die erste Google-Suchergebnisseite für Interessenten eines Finca-Urlaubs auf Mallorca von Spezialportalen dominiert. Das kann man durchaus als ernsten Hinweis für private Vermieter von Feriendomizilen interpretieren, das eigene Marketing nicht nur auf die arrivierten Plattformen wie Airbnb, FeWo-direkt oder Traum-ferienwohnungen.de zu stützen.

Bildnachweis: Enrique Castrillo Núñez, wikimedia commons

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