Verregneter Urlaub? Den Tourismus auf Norderney scherte es wenig

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Nicht wenigen Vermietern von Ferienhaus und Ferienwohnung dürfte das Jahr 2017 als ein Jahr mit beständig kühlem und regnerischem Klima in vielen Ferienregionen Deutschlands in Erinnerung bleiben. Das ist aus dem Blickwinkel einer möglichst überdurchschnittlichen Belegungsquote im Feriendomizil natürlich kontraproduktiv. Der Urlaubsgast will sich schließlich erholen, aktiv sein, etwas erleben – sich aber nicht unentwegt über mieses Wetter ärgern. Im Gegensatz zur Insel Usedom geht aus kürzlich veröffentlichten Zahlen zum Tourismus auf der ostfriesischen Insel Norderney geht jedoch hervor, dass das klimatische Umfeld dem Urlauberstrom hier keinen Abbruch tat … Wie das?

Gästerekord trotz zweitklassigem Sommerwetter

Für das Jahr 2017 vermeldete die beliebte Nordseeinsel Norderney einen Anstieg der Gästezahlen auf nun 544.000 und somit 1,6% mehr als im Jahr zuvor. Die rund 6.000 Inselbewohner bewältigten dabei beachtliche 3,7 Millionen Übernachtungen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Transportunternehmen für die Anreise nach Norderney, wie z.B. die Reederei AG Norden-Frisia, von einem hohen Urlauberaufkommen berichteten und auch die Vermietungsagenturen der Insel alle Hände voll zu tun hatten.

Der Tourismus auf Norderney wächst weiterhin

Wie ist das möglich? Sind Norderney-Touristen etwa alle Schlechtwetterliebhaber? Nein, natürlich nicht. Die um 2,6% gesunkene Zahl von Tagesgästen verrät uns sehr wohl, dass häufiges Regenwetter auf die Besucherlust drückt. Tagesbesucher können ja auch kurzfristig reagieren und einfach abwarten, ob am nächsten Wochenende vielleicht herrlichstes Sommerwetter herrscht und zu einem Inselbesuch einlädt.

Bei Gästen, die ihren Urlaub langfristig planen (müssen), sieht es hingegen zumeist anders aus. Betriebliche Urlaubszeiten werden daheim oft um den Jahreswechsel im Voraus geplant und binden Angestellte an diese gewählten Zeiträume. Wer dann Regenwetter erwischt, hat Pech gehabt. Und selbst wenn eine zeitliche Urlaubsverlegung oder gar eine Stornierung des gebuchten Urlaubs möglich wären, gilt es immer noch, die Hürde der Stornierungskosten zu überwinden. Wer will schon seine Anzahlung des Reisepreises im Nirwana verschwinden sehen?

Dies ist zwar eine Vermutung, aber vielleicht gar nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sollten uns auch in zukünftigen Saisonzeiten ähnliche Wetterkapriolen ereilen, wäre eine genaue Beobachtung des Gästeverhaltens sicher wertvoll für eigene Vermarktungsentscheidungen. Wer einmal regenreiches Urlaubswetter ertragen hat, muss dies ja nicht unbedingt ein weiteres Mal akzeptieren. Das Verhältnis von lang- zu kurzfristigen Buchungen sowie die Entwicklung der Stornoquote gäben dann gewiß Aufschluss darüber.

Norderney’s Schlechtwettertrick

Wie in allen Ferienorten an Nord- und Ostsee spielt auch auf Norderney der Badetourismus im Sommerhalbjahr eine zentrale Rolle. Viele touristische Angebote fußen auf dieser Tatsache und finden es gar nicht gut, wenn es verregnete Sommer gibt. Etwa Freiluftangebote wie Kurkonzerte, Beachvolleyballturniere, Fahrradverleih etc.. Also hat man sich vielerorts Gedanken gemacht, wie man Urlaubsgäste auch bei durchwachsenem Wetter bei Laune halten kann.

So musste schon vor Jahren auf Norderney das frühere Kegelclub-Ballermann-Image einem offensiven Konzept für neue Gästegruppen weichen. Heute verkündet die Insel stolz, bis 2020 Europas Thalasso-Destination Nr. 1 sein zu wollen. Dabei fällt sofort auf, dass viele Angebote rund um die Thalasso-Idee wetterunabhängig sind und regenmüden Urlaubsgästen eine ausgezeichnete Alternative bieten. Und so ganz nebenbei wurde allerhand dafür getan, die Abhängigkeit der Gästeaktivitäten von Sommer und Sonne schrittweise zu reduzieren, wie man beim Durchstöbern von Informations-Webseiten wie Norderney Infos feststellen kann.

Es kommt daher sicher nicht von ungefähr, dass die Tourismuszahlen robust bleiben, auch wenn das Sommerwetter sich nicht unbedingt von seiner besten Seite zeigte.

Vermieter von Ferienobjekten sollten vorbereitet sein

Es ist gut und richtig, wenn sich ein Vermieter bei der Vermarktung seines Feriendomizils vornehmlich auf die Stärken und angenehmen Seiten von Objekt und Standort konzentriert. Wer kann schon tollen Bildern mit Badespaß, Strandvergnügen oder einem kuscheligen Grillabend auf der Objektterrasse widerstehen? Aber verlassen Sie sich besser nicht darauf, dass ein Fernseher in der Ferienwohnung und eine Schwimmhalle vor Ort es schon richten werden, wenn es über Tage hinweg mal schlechtes Wetter geben sollte. Legen Sie sich lieber ein Konzept zurecht, wie man wetterbedingten Gästefrust von vornherein bestmöglich unterbinden kann.

Was können Ihre Gäste alles unternehmen, wenn die Sonne partout nicht lachen möchte? Tragen Sie doch einmal alle denkbaren Aktivitäten an Ihrem Standort und in Ihrem Objekt zusammen und informieren Sie umfassend darüber. Möglicherweise sogar in Form einer eigenen kleinen Broschüre/Mappe zum Thema „Und wenn es regnet, was mache ich dann?“ Und vielleicht verhelfen Sie so Ihren Gästen nicht nur zu einem doch noch gelungenen Urlaub, sondern auch zu dem Wunsch, noch einmal wiederzukommen … trotz reichlichem Regen.

Was aber, wenn der vergangene Sommer nur ein meteorologischer Ausrutscher war und künftig wieder Sommer auf uns warten, die diesen Namen auch wirklich verdienen? Das macht gar nichts … aber Sie waren auf jeden Fall bestens vorbereitet.

Titelbild: Foto Fitti, wikimedia commons

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