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Immobilie als Sachwertanlage – Schweizer Glückseligkeit?

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Immobilie als Sachwertanlage – Schweizer Glückseligkeit?

Wenn Sie eine Ferienimmobilie mit dem Ziel einer erfolgreichen Vermietung erwerben und betreiben, dann kommt es vor allem auf Ihr Marketinggeschick an. Gutes Marketing schafft ordentliche Mieteinkünfte. Völlig losgelöst von Ihrer Vermietungstätigkeit offenbart sich im Laufe der Zeit der Marktwert Ihrer Immobilie.

Um diese zusätzliche Chance zu nutzen, bedarf es einer wohldurchdachten Auswahl beim Kauf der Ferienimmobilie. Nicht ohne Grund setzen einige Immobilienbesitzer auf den Fewo-Erwerb in 1A-Lagen. Rein statistisch gesehen, finden Objekte in Bestlagen immer ihre Käufer, was sich als vorteilhaft bei einem angedachten späteren Verkauf der Ferienwohnung erweist.

Das Jahr 2008 lehrte uns, dass es in einer allgemeinen Wirtschaftskrise stets Objekte in einfachen und mittleren Lagen sind, die zuerst und auch überproportional von einem Preisverfall betroffen sind. Die USA, Großbritannien oder Spanien waren perfekte Beispiele hierfür.

In einer Krise betreten auch Immobilienkäufer den Markt, denen an einer Vermietung nun ganz und gar nichts gelegen ist. Diese Investoren betrachten die Immobilie als Sachwertanlage mit Schutzfunktion. Sie wollen ihr Papiergeldvermögen durch Tausch in reale Werte in Sicherheit bringen. Wenn dann eines Tages über dem Konjunkturhorizont wieder die Sonne scheint, ist es für den Sachwertinvestor an der Zeit, Verkaufsvorbereitungen zu treffen und sich nach interessanteren Investitionsmöglichkeiten umzusehen.

Eine Ferienimmobilie als Sachwertinvestition in 1A-Lage findet immer Kaeufer

1A-Lagen finden immer Käufer

Aufmerksame Leser werden jetzt einwenden, dass die Immobilie in einer Krise ja auch an (Markt-)Wert verliert. Ja und Nein!

Ja, weil auch 1A-Lagen am Ende der Krise an (Markt-)Wert eingebüßt haben werden. Allerdings ist hier eine relative Betrachtung angebracht. Innerhalb des Immobiliensegmentes besitzen 1A-Lagen eben den Vorteil der höchsten Werthaltigkeit und geniessen eine deutlich höhere Attraktivität für Interessenten. Sie werden im Vergleich zu einfachen und mittleren Lagen wohl unterproportional an (Markt-)Wert einbüßen.

Clevere Investoren neigen sowieso zur relativen Betrachtungsweise. Können Sie sich vorstellen, dass andere Investitionsziele wie z.B. Papiergeld und Aktien in einer Krise deutlich mehr an Wert verlieren als Immobilien? Falls dies so wäre, dann hätten die Immobilieninvestoren in 1A-Lagen doch relativ gegenüber anderen Anlageklassen gewonnen und so einen Vorteil daraus gezogen.

Nein, weil Krisen in Schüben ablaufen und jede Phase dabei ihre Zufluchtsorte hat. Sachwert-Investoren beurteilen die aktuelle Lage in der Krise und entscheiden, wo und in welcher Form ihr Vermögen den größten Schutz findet. Dabei kann es durchaus sein, dass Immobilien in (vermeintlich) sicheren Lagen einen Käuferansturm erleben, weil jeder für seinen Besitz Schutz sucht.

Sie werden jetzt sagen: Ja ja, dass hatten wir alles schon vor 2008. Weit gefehlt!

Richten Sie doch einmal Ihren Blick in die Schweiz. Haben Sie gewusst, dass dort seit Jahren ein unglaublicher Immobilienboom seine Kreise zieht? Nachzulesen hier.

Preisentwicklung für Eigentumswohnungen in der Schweiz

Quelle: tagesanzeiger.ch

Fällt Ihnen übrigens auf, dass ein Immobiliencrash, wie er 2008 in den USA, Großbritannien oder Spanien stattfand, auf der Grafik für die Schweiz nicht zu erkennen ist? Die Sachwert-Investorenherde war weitergezogen und hatte sich neue Fluchtburgen gesucht. Die Schweiz als traditioneller Hort der Sicherheit hat bis heute davon profitiert. In hervorragenden Lagen gehen derzeit Immobilien für bis zu 28.000 Euro pro Quadratmeter !!! über den Ladentisch.

Es wird der Tag kommen, an dem die Herde auch hier weiterziehen wird. Eine offene Flanke der Schweiz ist beispielsweise die massive Abhängigkeit der Wirtschaft von seinen Großbanken. Allein der Schuldenberg der Großbank UBS  ist viermal so hoch wie die gesamte Schweizer Wirtschaftsleitung! Wehe, wenn das Schweizer Banksystem ins Wanken gerät …

Bei einer Investition in eine (Ferien-)Immobilie als Sachwert kommt es neben der generellen Schutzfunktion des realen Vermögenswertes vor allem auf die geschickte Beurteilung von Lage, Qualität und Standortentwicklung sowie ein Gespür für die künftige wirtschaftliche Entwicklung an. Dies werde ich in den nächsten Artikeln speziell für Ferienwohnungen genauer beleuchten …

 

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Discussion

  1. Rene  August 31, 2011

    Die UBS war doch vor einigen Jahren schon so gut wie (faktisch)pleite!

    (reply)
    • admin  August 31, 2011

      Nicht nur die UBS. Allerdings fällt die UBS auf Grund ihrer schieren (Verschuldungs-)Größe in Relation zur Schweizer Wirtschaftsleistung deutlich mehr ins Gewicht als beispielsweise die Pleite von Bear Stearns in den USA.

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