Dominikanische Republik: Ferienimmobilien Kauf & Vermietung

Geschrieben von:

Wann immer die kalte Jahreszeit in Deutschland Einzug hält, macht sich eine Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Strand breit. Gern werden da Erinnerungen an vergangene Urlaubszeiten hervorgekramt, in denen man dem Winter für einige Zeit Adieu sagte. So machten wir uns vor Jahren einmal auf den Weg in die Dominikanische Republik und verbrachten 2 Wochen ab Silvester in der Karibik. Mal abgesehen davon, dass lichterkettenbehängte Palmen und in buntes Stanniolpapier verpackte Kokosnüsse für den Mitteleuropäer etwas gewöhnungsbedürftig sind, war es eine herrliche touristische Erfahrung mitten im deutschen Winter daheim. Natürlich haben wir uns auch ein wenig umgesehen, was der Ferienimmobilienmarkt dort so treibt und möchten nachfolgend davon berichten, ergänzt durch aktuelle Entwicklungen.

Tourismus in der DomRep

Die Dominikanische Republik, neben Haiti Teil der Insel Hispaniola, wurde 2014 von rund 4,4 Millionen ausländischen Touristen besucht. Diese strömten von den sieben internationalen Flughäfen des Landes vornehmlich an die langen, weißen Sandstrände. Mehr als 400 km davon gibt es in der DomRep, wie sie gern von Urlaubern tituliert wird. Über die Hälfte des Touristenstroms zog es in die Punta Cana-Region im Osten des Karibikstaates. Eigentlich ja gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermietung einer Ferienimmobilie. Schauen wir uns das etwas genauer an.

Wenn man sich durch die deutsche Brille die Hitliste der Auslandsimmobilien in teutonischem Eigentum ansieht, dann taucht die Karibik in den TOP 10 nicht auf. Und das hat handfeste Gründe. So z.B. die fehlende Eignung, mal eben zum Kurztrip ins Ferienhaus an den Karibikstrand zu reisen. Da lohnen Zeit- und Geldaufwand nicht wirklich. Außerdem bringt der Besitz ausländischen Immobilieneigentums auch immer einige Hürden mit sich, die es zu bewältigen gilt. Wir hatten dies bereits in einem Artikel über den Immobilienkauf auf Mallorca exemplarisch für eine Auslandsimmobilie erörtert.

Die Dominikanische Republik gilt seit Jahrzehnten als All-Inclusive-Eldorado für Karibikbegeisterte und das im Vergleich mit vielen anderen Karibikzielen zu akzeptablen Preisen. Was natürlich ein weiteres Problem aus Vermietersicht mit sich bringt. Der typische Gast in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung nimmt Anreise und Verpflegung gern selbst in die Hand. Wenn man diese Kosten zum Mietpreis der Karibikvilla dazuaddiert, dann wird es verdammt schwer, die Pauschalangebote der Reiseveranstalter zu unterbieten. Da geht es DomRep-Vermietern ähnlich wie ihren Kollegen in der Türkei.

Objektbestände auf Unterkunftsportalen

Aus diesem Grund dürfte ein nicht unerheblicher Teil der Anbieter eines Feriendomizils auf der Insel einen festen Wohnsitz haben und die Vermietung von dort betreiben. Blättert man die Objektlisten der deutschen Ferienhausportale wie traum-ferienwohnungen.de, ferienhausmiete.de oder atraveo durch, so lassen sich die feilgebotenen Ferienobjekte an wenigen Händen abzählen. Deutlich anders sieht es da bei international aufgestellten Fewo-Portalen wie HomeAway/FeWo-direkt (bald zum US-Unternehmen Expedia gehörig)  aus. Dort sind immerhin mehr als 2.000 Feriendomizile in der Dominikanischen Republik gelistet. Auch auf überregionalen Unterkunftsplattformen wie Airbnb finden sich über 300 Objekte. Das ist ganz sicher als Hinweis zu interpretieren, an welche Gästekundschaft man sich erfolgreich wenden könnte. So haben US-Amerikaner und Kanadier erheblich kürzere Anreisen und schauen auch gern einmal für einen Kurzurlaub vorbei.

Qualitätsoffensive vs. Pauschalurlaub

Karibikstrand in der Dominikanischen Republik

In den letzten Jahren haben Regierung und Investoren große Anstrengungen unternommen, vom Image des billigen Pauschalurlaubs wegzukommen, wie kürzlich in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung zu lesen war. Diese Entwicklung erfasst nicht nur die touristischen Hochburgen Samana und Punta Cana, sondern nun auch den Norden mit Puerto Plata, Sosua und dem Surfparadies Cabarete. Selbst die Region um La Romana im Südosten wird nicht nur über umliegende Golfresorts erschlossen, sondern hat in diesem Jahr eine Autobahn in die Hauptstadt Santo Domingo erhalten, was die Fahrzeit halbiert.

Es entstanden zahlreiche Golfressorts, Wellness-Tempel, Premium Clubs und Luxus-Hotelanlagen, welche auf eine gehobenere Gästeklientel abzielen. Finanziert wird dies oft mit Geldern zahlungskräftiger Kundschaft, die Ferienwohnungen und Villen in diesen Anlagen erwirbt. Häufig überläßt der Eigentümer dann dem Ressort Vermarktung und Verwaltung der Ferienimmobilie sowie die Gästebetreuung und -verpflegung. Derartige Ferienobjekte finden dann gern den Weg in die Angebotslisten der amerikanischen Unterkunftsportale.

Immobilien in der Dominikanischen Republik

Wer sich für Immobilienangebote auf der Karibikinsel interessiert, findet im Internet reichlich Auswahl. Zumeist auch in deutscher Sprache. Einige Anbieter wie z.B. Abc Imobilaria gehen sogar noch einen Schritt weiter und kümmern sich auch um die Belange der Vermietung des Feriendomizils. Man sollte jedoch vor einem Immobilienerwerb in der Dominikanischen Republik definitiv einen gründlichen Blick auf die Gepflogenheiten und das juristische Grundgerüst werfen.

Der Immobilienkauf durch Ausländer unterliegt keinen Beschränkungen, lediglich die Registrierung im Grundbuchamt ist erforderlich. Die Grunderwerbsteuer beträgt derzeit 3%, die jährliche Grundsteuer 1% auf den amtlich festgelegten Wert über 6,5 Mio. Pesos und die Erbschaftssteuer 3% auf den geschätzten Wert der Erbschaft. Insgesamt ist jedoch festzuhalten, dass man das Erwerbsprocedere besser mit einem versierten Anwalt durchläuft. Immobiliengeschäfte werden in der Dominikanischen Republik abweichend vom europäischen und auch vom amerikanischen Muster abgewickelt, wozu auch das sogenannte Verkaufsversprechen vor einem Kaufvertrag gehört. Ausführliche rechtliche Informationen in deutscher Sprache finden sich z.B. auf der Webseite der Rechtsanwaltskanzlei Guzmàn Ariza.

 

Weitere Artikel zum Thema:

Titelfoto: by flickr.com/photos/reyperezoso/; Beitragsbild: Ronald Saunders, beide wikimedia commons

0
  Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar