Preisspiegel für Ferienwohnungen und Ferienhäuser im Harz

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Ein kurzer Blick auf das Preisniveau bei Ferienimmobilien in der Harzregion genügt, um Stagnation und Preisrückgänge allerorten festzustellen. Der Markt für Ferienwohnungen und Ferienhäuser im Harz hat überhaupt nicht am Boom in anderen deutschen Urlaubsdestinationen partizipiert.

Ganz im Gegenteil. In unseren Artikeln über die vor Ort tätigen Immobilienmakler und Vermietungsagenturen wurde bereits auf wesentliche Ursachen eingegangen. Schauen wir uns also die aktuelle Gemengelage auf dem Immobilienmarkt der Mittelgebirgsregion genauer an.

Immobilienpreise im Harz – ein Spiegel der demografischen Entwicklung

Dazu greifen wir auf das Datenmaterial des Immobilien-Kompass der Zeitschrift Capital und des ibb Dr. Hettenbach Instituts zurück. Diese Angaben wiederum beruhen auf Angebotspreisen von Immobilienportalen wie Immobilienscout24, Immonet, Immowelt oder Kalaydo. Liegen keine oder zu wenige Angebote vor, so wurden Preise aus vergleichbaren, benachbarten Lagen herangezogen.

Trotzdem fällt sofort auf, dass Neubauaktivitäten fast zum Erliegen gekommen sind. Lediglich in den Städten am Harzrand sind nennenswerte Immobiliengeschäfte im Neubausektor vollzogen worden. Das ist ganz sicher eine Folge der demografischen Entwicklung mit hoher Abwanderungsrate und Leerständen von z.T. über 10% bei Bestandsimmobilien. Warum neu bauen, wenn die vorhandene Wohnsubstanz gar nicht ausgelastet ist?

Leider hat man beim Immobilien-Kompass die Datensystematik vor einiger Zeit geändert, so dass man nur noch auf Preisspannen und Durchschnittspreise für Wohnungen und Häuser zugreifen kann, statt wie zuvor auf die Preise in den vier Lagen einfach, mittel, gut und TOP:

Preisspiegel für Immobilien in der Harzregion

Preisspiegel für Immobilien in der Harzregion November/2015

Günstige Erwerbskosten und niedrige Mietpreise

Ein Vergleich mit TOP-Ferienregionen wie Ostsee, Nordsee und Alpen ist natürlich fehl am Platze. Aber auch der touristischen Konkurrenz infrastrukturell besser aufgestellter Mittelgebirgsregionen schaut man hinterher. Im Harz sind die Immobilienpreise zum Beispiel nur etwa halb so hoch wie im Sauerland. Und das bei im Durchschnitt deutlich geringerer Auslastung.

Übrigens, wenn in der Tabelle die typischen Ferienorte wie Braunlage, Hahnenklee, Sankt Andreasberg oder Schierke nicht aufgeführt sind, dann ist auf den o.g. Immobilienportalen wohl nicht hinreichend Geschäft über die Maklertheke gegangen, um daraus belastbare Zahlen abzuleiten. Was natürlich nicht heißt, dass es keine Käufe und Verkäufe in diesen Orten gab. Aber es läßt tief blicken hinsichtlich der allgemeinen Nachfragesituation.

Zusammengefasst bleibt zu vermelden, dass die durchschnittlichen Immobilienpreise im Harz vergleichsweise niedrig sind. Wer es schafft, aus dem trotz allem ansehnlichen jährlichen Touristenstrom in den Harz genügend Kundschaft für das eigene Feriendomizil abzuzweigen, hat sogar ganz gute Renditeaussichten. Den für eine Ferienregion recht günstigen Mietpreisen stehen auch nur moderate Erwerbskosten gegenüber.

 

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