Preistrends auf Mallorca – Luxusimmobilien sind gefragt

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Rund 1 Jahr nach unserem letzten Artikel über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt Mallorcas ist es an der Zeit, wieder einen Blick auf das letztjährige Geschehen auf der Baleareninsel zu werfen. Durchblättert man die Zeitungsberichte und Maklerverlautbarungen, so lässt sich weiterhin eine gespaltene Entwicklung konstatieren.

Während bei sich Wohnungen und Ferienhäusern in einfachen und mittleren Lagen die Preise noch immer nicht wirklich erholen können, sieht es im gehobenen Segment besser aus. Dies gilt für Spanien insgesamt und Mallorca gleichermaßen.

In einem aufschlussreichen Artikel vom 28.08.2014 berichtete das „Deal Magazin“, dass sich bei den Luxusimmobilien auf Mallorca Interessantes tut. Dabei ist es kaum verwunderlich, dass vor allem Objekte in erster Meereslinie im Fokus stehen, die vorrangig im Südwesten der Insel liegen. Port Andratx und die Gegend um Son Vida in der Preisklasse ab 2 Mio. Euro aufwärts werden nachgefragt, am besten sofort einzugsbereit.

Der Anteil außereuropäischer Käufer steigt

Neben den immer einkaufsbereiten Briten zeigen nicht nur zunehmend Skandinavier Interesse am Erwerb einer Spitzenimmobilie. Laut einer Liste des Spanischen Verbandes der Notare nehmen die Aktivitäten außereuropäischer Käufer deutlich zu. Verglichen zum Vorjahreszeitraum stiegen in 2014 die Verkäufe an Amerikaner um fast 90%, an Chinesen um rund 83% und an Russen um mehr als 62% an. Das wirft natürlich die interessante Frage auf, ob die leichte Preiserholung im Luxussegment vor allem diesen Käufergruppen zu verdanken ist.

Leider sind zu dieser Vermutung keine validen Daten verfügbar. Möglicherweise hatten hier Wechselkursentwicklungen und Fluchtbewegungen ihre Hände im Spiel. Entsprechende wirtschaftliche und politische Ereignisse gab es im vergangenen Jahr zur Genüge. Die Balearen weisen fast schon traditionell mit rund 30% einen wesentlich höheren Anteil ausländischer Investoren auf als das spanische Festland mit zumeist 10-13% Ausländeranteil. Auch wenn sich zuletzt Großinvestoren wie George Soros, Blackstone, Cerberus oder Fortress in größerem Stil in spanische Büro- und Verkaufsflächen eingekauft haben, wie die Zeitung „Die Welt“ bereits im letzten Sommer berichtete.

Quelle: Engel & Völkers, Die Welt

Summa summarum tun sich der spanische und mallorquinische Immobilienmarkt weiterhin schwer mit einer deutlichen Erholung auf breiter Front. Vor allem die nach wie vor hohe Verschuldung der Spanier selbst und die damit verbundene fehlende Finanzierungsfähigkeit steht einer nachhaltigen Erholung im Weg. Dies gilt für spezielle Nischen wie das Luxussegment eher weniger, da hier zahlungskräftige ausländische Käufergruppen am Ball sind.

 

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Titelfoto: Mallorcaresidencia

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