Kanarische Inseln – Teneriffa & Co. weiter im touristischen Aufwind

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Vor über einem Jahr berichteten wir an dieser Stelle über den Urlauberboom, der Spanien, insbesondere die Balearen und die Kanarischen Inseln erfasst hatte. Was hat sich seitdem getan? Profitiert man immer noch davon, dass viele Touristen die nach ihrer Meinung sicheren Ferienregionen wie Deutschland oder eben Spanien bevorzugen? Statistiken und Umfragen zahlreicher Reiseveranstalter zeigen, dass es 2017 mit den Gästezahlen in „Krisengebieten“ wie der Türkei, Ägypten und Tunesien wieder aufwärts ging und sich dieser Trend 2018 wohl fortsetzt. Worauf sollten sich Vermieter von Ferienobjekten auf den Kanaren einstellen?

Die Kanarischen Inseln auch 2017 mit Gästerekord

Auf der diesjährigen Internationalen Tourismus Börse ITB in Berlin gab der kanarische Minister für Tourismus, Kultur und Sport Isaac Castellano die Zahlen für 2017 bekannt. 16 Millionen Touristen setzten 17,8 Milliarden Euro um. Das ist ein Anstieg um 7,2% im Vergleich zum Vorjahr und damit das beste Tourismusjahr in der Geschichte der Kanarischen Inseln.

Gästeankünfte auf den Kanaren weiter im Aufwind

Castellano umwarb dabei gezielt die deutsche Urlauberschaft, die pro Kopf im Schnitt 1.300 Euro auf den Kanaren ausgibt. Das sind rund 170 Euro mehr als Besucher aus anderen Ländern. Man gibt sich Mühe, möglichst viele der sogenannten „geliehenen Touristen“ aus politisch weniger stabilen Regionen wie Nordafrika oder der Türkei dauerhaft an sich zu binden. Bislang funktioniert es. Als Eigentümer eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote oder Fuerteventura tut man sicher gut daran, die Entwicklung der künftigen Touristenströme im Auge zu behalten.

Die Kehrseite vieler Touristen

Wie in Barcelona oder auf den Balearen bedeuten große Touristenströme aber auch stets eine Offenlegung von Schwachstellen, wie z.B. der Infrastruktur. Die ausreichende Klärung der großen Abwassermengen ist so ein Beispiel. Oder ein im vergangenen September in Kraft getretenes Baugesetz, was der Bauindustrie das Überspringen behördlicher Hürden erleichtert … Folgen noch nicht absehbar. Aber auch der Urlauber selbst bekommt den Touristenandrang zu spüren, wenn er an den beliebten Stränden von Los Christianos oder Playa de las Americas schon am Vormittag keine Sonnenliege mehr ergattern kann und im Wasserpark Siam im Süden Teneriffas eineinhalb Stunden an der großen Wasserrutsche anstehen muss. Hier gibt es jede Menge zu tun für die Politik und Castellano versprach, darauf den künftigen Focus zu legen.

Für Ferienvermieter bringen diese Entwicklungen überlegenswerte Ansätze bei der Vermarktung des Feriendomizils mit sich. Feriengäste sind aufmerksame Menschen mit einem feinen Gespür für Problembereiche. Für Fewo-Eigentümer macht es wenig Sinn, Unschönes auszublenden. Das bekommt man früher oder später auf’s Brot geschmiert. Klüger wäre es, sich offensiv mit derartigen Dingen auseinanderzusetzen. Denken Sie doch einmal darüber nach, wie sich Quellen von möglichem Gästefrust zu einem Marketingvorteil verwandeln lassen. Könnte man etwas unternehmen, damit Ihre Feriengäste jederzeit eine Sonnenliege am Strand zur Verfügung haben? Gibt es Möglichkeiten, lange Warteschlangen bei Freizeitaktivitäten oder in beliebten Restaurants zu umgehen? Mit wem könnten Sie dabei kooperieren?

Gleiches gilt für infrastrukturelle Schwachstellen. Wenn in Ihrem Ferienobjekt anfallendes Abwasser biologisch nachhaltig entsorgt und nicht ungeklärt ins Meer geleitet wird, dann kommunizieren Sie dies. Sie werden staunen, wie viele Gäste dies anerkennend registrieren. Was auch immer große touristische Schwachstellen auf Teneriffa & Co. sind, versuchen Sie gangbare Lösungen in Ihrem Verantwortungsbereich zu finden. Das gilt gleichfalls für alle anderen Ferienregionen. Ihre Gäste werden es Ihnen danken und für Sie positives Feedback verbreiten.

Regionale Unterkunftsplattformen nutzen

Im oben erwähnten früheren Artikel hatten wir bereits auf einen interessanten Marketing-Aspekt hingewiesen. Bei vielen Suchbegriffen rund um Ferienhaus und Ferienwohnung auf den Kanarischen Inseln finden sich in der jeweiligen Google-Suchergebnisliste neben den üblichen international agierenden, großen Unterkunftsplattformen auch zahlreiche regionale Fewo-Portale auf sehr guten Google-Positionen. Darunter auch einige mit deutschem Ursprung wie z.B. Ferienhaus Canarias. Testen Sie ruhig einmal aus, ob sich bei der Vermarktung Ihres kanarischen Feriendomizils nicht auch einige auf die Kanarischen Inseln spezialisierte Unterkunftsportale erfolgversprechend für Ihre Ferienvermietung nutzen lassen. Der Vorteil hierbei wäre, dass das eigene Ferienobjekt nicht so in der großen Angebotsmasse wie auf den international agierenden Plattformen untergeht und für Suchende besser auffindbar ist. Vielleicht läßt sich so die Zahl der Buchungsanfragen/Buchungen für Ihr Urlaubsdomizil steigern.

Bildnachweis: Gottfried Hoffmann, wikimedia commons

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