Tourismus 2012 an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern

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Nach der Veröffentlichung der Tourismusstatistik für das Jahr 2012 an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins folgt heute nun der Blick auf die Zahlen an den Ostsee-Standorten Mecklenburg-Vorpommerns. Wohin strömen alljährlich die meisten Urlauber? An welchen Standorten verspricht das Vermietungsmarketing der eigenen Ferienwohnung bzw. des Ferienhauses überdurchschnittlichen Erfolg?

Einige Hot Spots wie die Inseln Rügen und Usedom, die Halbinsel Fischland Darß Zingst oder der Festlandsstandort Boltenhagen waren bereits in verschiedenen Blogartikeln thematisiert worden. Doch auch Standorte, die weniger im Rampenlicht stehen, können durchaus für hervorragende Belegungsquoten geeignet sein. Es kommt halt immer auf die genaue Lage, die Ausstattung & Einrichtung und natürlich auf die Vermarktung des Feriendomizils an. Beziehen wir deshalb auch die „kleineren“ Standorte mit ein.

Ich habe dafür die Webseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern aufgesucht und aus den verfügbaren Veröffentlichungen eine Hitliste zu Ankünften, Übernachtungen und Aufenthaltsdauer der Feriengäste für das Jahr 2012 erstellt.

Vorweg sei wiederum darauf verwiesen, dass die Statistischen Ämter gewerbliche Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten inklusive Camping und Kurkliniken erfassen, welche einer Meldepflicht unterliegen. Der Privattourismus wäre nur durch gesonderte Befragungen ermittelbar, macht aber verschiedenen Quellen zufolge bis zu 50% der lokalen Übernachtungen aus. Mit dieser statistischen Randnotiz im Hinterkopf ist die nachfolgende Erhebung als Annäherung an das tatsächliche Reiseverhalten der Gäste zu verstehen.

Hier nun die Hitliste der Reiseziele an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns im Jahr 2012:

Mit großem Abstand heißt auch 2012 der Sieger – Heringsdorf mit seinen Dreikaiserbädern Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf. Fast 500.000 Übernachtungen mehr als der der Zweitplatzierte Binz. Dafür darf sich das Seebad Binz den Titel als bester „Einzelkämpfer“ ans Revers heften. Alle anderen TOP-Ferienorte oberhalb der 1 Mio.-Marke bei den Übernachtungen sind entweder Zusammenschlüsse mehrerer Gemeinden (Heringsdorf, Kühlungsborn) oder profitieren von unmittelbarer Großstadtnähe (Warnemünde).

Am Kurpark Heringsdorf

Es fällt zudem auf, dass die Destinationen ohne direkte Erreichbarkeit mit dem PKW oder der Bahn (Hiddensee, Poel) eine eher untergeordnete Bedeutung hinsichtlich des Gästevolumens aufweisen. Das mag einerseits am zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand (Überfahrt mit der Fähre) liegen, vermutlich aber vor allem an der Tatsache, dass man schönen weissen Ostseestrand auch überall anderenorts findet. Das ist an der Nordsee zumeist anders. Hier hebt sich die Qualität der Inselstrände oftmals deutlich von jener an der Festlandsküste ab. Da lohnt es sich schon eher, die zusätzliche Schiffspassage zu den Nord- oder Ostfriesischen Inseln auf sich zu nehmen.

Insgesamt ist zu konstatieren, dass die TOP-Ferienorte recht gleichmäßig entlang der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns verteilt und somit zahlreiche Möglichkeiten für eine renditestarke Investition in eine Ferienimmobilie mit anschließender überdurchschnittlicher Vermietungsquote gegeben sind. Viel Erfolg …

 

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