Basics für Fewo-Vermieter – Der Umgang mit Kryptowährungen

Geschrieben von:

Fangen wir doch einmal ganz einfach an. Wie funktioniert das mit den Kryptowährungen überhaupt? Und welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Bitcoin, Ethereum und ihre Verwandten in einer Ferienvermietung nutzen zu können? Schließlich tragen Gast und Vermieter Kryptogeld ja nicht einfach als physische Münze in einer Brieftasche mit sich herum … Doch, das geht tatsächlich, wie aktuell die Schweiz und Österreich beweisen. Aber der Reihe nach. Werfen wir zunächst einen Blick von ganz oben auf das momentane Treiben in der Blockchain- und Krypto-Ecke.

Revolutionen als Ausgangspunkt für Veränderungen

Unsere Geschichte ist reich gesegnet mit Revolutionen, die ein Ausdruck politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Unzufriedenheit der Bevölkerung sind. War ein Fass am Überlaufen, dann nahmen leidende gesellschaftliche Schichten als Bürgerwehren, Arbeiter- und Soldatenräte oder auch Gruppen mit randextremen Ansichten das Heft des Handelns in die Hand. Nach reichlich Chaos und Verwirrung in revolutionären Zeiten setzte sich am Ende zumeist eine verändernde Strömung durch, welche der Mehrheit der Betroffenen die gewünschten Verbesserungen brachte. Manchmal gelangte auch eine Minderheit ans politische Ruder, die später eine weitere Revolution verursachte, weil sich deren Taten dann doch nicht als wünschenswert erwiesen. Nicht wahr, Herr Honecker?

Mit der Blockchain-Technologie und den Kryptowährungen verhält es sich ganz ähnlich. Wie wir im vorangegangenen Artikel zu Bitcoin & Co. bereits beleuchteten, war hier vor allem die Unzufriedenheit mit dem bestehenden Finanzsystem ein wesentlicher Antriebsfaktor, um Besserungsüberlegungen anzustellen. Der aktuelle Stand im Blockchainbereich inklusive Kryptogeld ist nichts anderes als das typische revolutionäre Chaos. Es wird in alle Richtungen nachgedacht, entwickelt und experimentiert und es zeichnet sich noch gar nicht ab, welche grundlegende Idee sich letzten Endes durchsetzen wird.

Vor diesem Hintergrund wollen wir prüfen, was es für interessante Ansätze gibt und welche davon bereits praktisch nutzbar sind. Beginnen wir mit der Aufbewahrung und der Sicherheit von Kryptowährungen.

Ohne Wallet läuft gar nichts

Stellen Sie sich vor, der wöchentliche Einkauf im Supermarkt steht an. Und jedes Mitglied einer Familie hat aus dem aktuellen Marktprospekt ein ganz besonderes Schnäppchen nur für sich im Auge. Also treten alle vor dem Familientresor an und jeder entnimmt sein Zahlungsmittel – die Mutter das Bargeld, der Vater die Kreditkarte, der Sohn einen Einkaufsgutschein. Damit wird jeder das Objekt seiner Begierde kaufen können. Obwohl es drei ganz unterschiedliche Möglichkeiten sind, seinen Einkaufsbetrag im Markt zu begleichen, so haben sie doch eines gemeinsam – sie sind Zahlungsmittel.

Ganz genau so funktionieren auch die unterschiedlichen Kryptowährungen. Es gibt sie in zahlreichen Formen aus unterschiedlichen Beweggründen, aber alle dienen der Honorierung einer Dienstleistung oder eines Produktes. Bezogen auf unser Beispiel könnte das Bargeld der Mutter einem Bitcoin entsprechen. Die Kreditkarte des Vaters ähnelt einem Ethereum (Vertrag mit dem Kreditkartenunternehmen als Nutzungsvoraussetzung = smart contract). Und der Gutschein des Sohnes ist vielleicht vergleichbar mit einem geschenkten Token (= Airdrop aus einem ICO … was das ist, behandeln wir in einem späteren Artikel), einer Vorform eines Kryptocoins.

Voraussetzung für den Einsatz der jeweiligen Zahlungsmittel unserer Beispielfamilie ist, dass diese Bargeld, Kreditkarte und Einkaufsgutschein auch tatsächlich besitzt und sicher verwahrt hat, damit sie zu jedem Zeitpunkt darauf zugreifen kann. So findet Bargeld seinen Platz im Portemonnaie der Mutter, die Kreditkarte als Zugriffsmittel auf ein verfügbares Guthaben beim Kreditkarteninstitut des Vaters in dessen Kartenetui und der Gutschein des Sohnes in Papierform auf den anderen Familienunterlagen – alle zusätzlich gesichert durch die Aufbewahrung im Tresor.

Exakt die gleichen Voraussetzungen benötigt man bei Kryptowährungen … einen Besitznachweis (= Kryptoguthaben) auf einer elektronischen Lageradresse. Ihre Bitcoin, Ethereum & Co. befinden sich also stets auf einer bestimmten Stelle der Blockchain (= Public Key) und nur derjenige hat Zugriff darauf, welcher den richtigen Schlüssel (= Private Key) dafür besitzt. Ein- und Auszahlungen oder Überweisungen erfolgen ähnlich einem Girokonto, nur dass Sie dafür keine Bank brauchen. Ihnen genügt eine Brieftasche – das sogenannte Wallet.

Wallet-Arten und deren Sicherheit

Grundsätzlich verlangt der Umgang mit Brieftaschen für Kryptowährungen ein höheres Maß an Eigenverantwortung, vor allem in puncto Sicherheit. Dafür unterliegen Sie nicht den Vorgaben einer Fiatgeld-Verwahrstelle namens Bank, wie z.B. Öffnungszeiten, engen Begrenzungen für ein- und ausgehende Beträge, mehrtägige Abwicklungsdauer etc.
Ihre Brieftasche zur Verwahrung (des Zugangs) Ihrer Kryptowährungen gibt es in unterschiedlichen Formen und Sicherheitsstufen.

Online-Wallet: Das ist die einfachste Form, Kryptowährungen zu verwahren, zu tauschen, zu versenden oder zu empfangen. Dabei befindet sich Ihre Brieftasche bei einem Anbieter im Internet. Beispielsweise bei Handelsplattformen für Kryptogeld. Allerdings liegt hier Ihr Private Key auf dem Server des jeweiligen Anbieters, was natürlich ein gewisses Hackerrisiko mit sich bringt. Daher gilt, Kryptobeträge möglichst nur für die notwendigen Transaktionen dort zu belassen und sie darüberhinaus besser in Offline-Wallets (siehe unten) zu verwahren.

Software-Wallet: Bei dieser Form gelangt die Kontrolle über Ihre Kryptowährungen mittels Private Key wieder in eigene Hände. Es gibt Software Wallets sowohl für den PC als auch für das Smartphone. Gerade letzteres ist sehr praktisch, birgt aber auch eine Diebstahlgefahr.

Paper-Wallet: Nochmals eine Stufe sicherer ist es, Ihre Schlüssel einmalig zu generieren, dann in Papierform auszudrucken und sicher zu verwahren (Tresor.) Wegen der fehlenden Internetverbindung schützt es vor möglichem Hacking. Zur Verwahrung gut geeignet, die Verwendung ist jedoch etwas umständlich, da Ihr Private Key z.B. für eine Überweisung irgendwie dann doch wieder in die elektronische Welt gelangen muss.

Hardware-Wallet: Neben dem Paper-Wallet die zuverlässigste Form der offline-Verwahrung, jedoch jederzeit einfach für die Online-Nutzung andockbar. Beliebte Hardware-Wallets wie Trezor oder Ledger Nano ähneln USB-Sticks.

Ganz wichtig: Verlieren Sie niemals Ihren Private Key. Das Kryptogeld ist zwar nicht wirklich weg, sondern steckt immer noch in der Blockchain. Aber ohne Private Key – kein Zugang!

Und wir müssen noch über das revolutionäre Chaos reden, dass es auch bei den Brieftaschen gibt.

Die Universal-Brieftasche ist noch nicht in Sicht

Wer sich aktuell durch die Blockchain- und Kryptomaterie kämpft, dem wird schnell eines klar: Abertausende von Ideen und interessanten Lösungen warten darauf, auf sinnvolle Art und Weise miteinander verknüpft zu werden. Denn die verschiedenen Blockchains und Kryptowährungen sind untereinander (noch) inkompatibel. Das bedeutet, dass einem die Brieftasche für Bitcoins nichts nützt, wenn man Ethereum darin verwahren will. Dafür braucht man ein Ethereum-Wallet. Und so kommt es, dass man für verschiedene Kryptowährungen auch unterschiedliche Brieftaschen benötigt.
Das ist aus dem Blickwinkel der Sicherheit einerseits gar nicht mal so schlecht, weil man seinen Kryptobesitz gestreut aufbewahrt. Andererseits bringt dies eine ausufernde Unübersichtlichkeit mit sich. Es verwundert daher nicht, dass man bei den Wallet-Anbietern diesem Handling-Problem zu Leibe zu rücken beginnt und die Brieftaschen In Richtung All-in-one-Verwahrung verschiedener Kryptowährungen weiterentwickelt.

Okay, das Brieftaschenchaos beginnt sich langsam aufzulösen. Aber wie sieht es eigentlich bei Kauf und Verkauf von Kryptogeld aus? Wie gelangen Bitcoins in Ihre Brieftasche und wieder heraus? Und sind diese Transaktionen für einen Ferienimmobilisten überhaupt darstellbar? … Genau darum kümmern wir uns im nächsten Artikel und klären dabei gleich, was es mit den eingangs erwähnten physischen Bitcoin-Münzen auf sich hat.

Titelbild: BitcoinXio, wikimedia commons

Rund um das Thema Marketing

Amazon Buchtipps – Marketing für Ferienvermieter

Die Airbnb-Formel: In 5 Schritten vom Anfänger zum Superhost

Die perfekte Homepage für Ihre Ferienwohnung: So bauen Sie mit WordPress eine moderne und professionelle Webseite – Marketing inklusive!

Ferienimmobilien in Deutschland & im Ausland: Erwerben, Selbstnutzen & Vermieten

Das 1x1 des Fewo-Marketing: Helfen Sie Ihrer Ferienvermietung auf die Beine!  Ratgeber für Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern

Die Airbnb-Formel*
In 5 Schritten vom Anfänger zum Superhost

Hannes Ühss

Die perfekte Homepage für Ihre Ferienwohnung*
So bauen Sie mit WordPress eine moderne und professionelle Webseite – Marketing inklusive!

Roland Müller-Adrion

Ferienimmobilien in Deutschland und im Ausland*
Erwerben, Selbstnutzen & Vermieten

Alexander Goldwein

Das 1×1 des Fewo-Marketing*
Helfen Sie Ihrer Ferienvermietung auf die Beine! Ratgeber für Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern

Christine Boy & Tilo Boy

Energetik & Harmonie im Ferienobjekt

Amazon Literatur Auslandsimmobilien

Mallorca Immobilien kaufen: In nur 6 Schritten zu Ihrer Wunsch-Immobilie

Ferienimmobilien in Italien - Erwerb, Besitz, Verkauf und Steuern (Immobilien im Ausland)

Kauf dein Traumhaus in Schweden: In sieben Schritten zur eigenen Ferien-Immobilie

Ferienimmobilien in den USA: Erwerben, Selbstnutzen & Vermieten

Mallorca Immobilien kaufen*
In nur 6 Schritten zu Ihrer Wunsch-Immobilie

Lutz Schulten

Ferienimmobilien in Italien*
Erwerb, Besitz, Verkauf und Steuern

Doris Reichel

Kauf dein Traumhaus in Schweden*
In sieben Schritten zur eigenen Ferien-Immobilie

Daniel Weidemann

Ferienimmobilien in den USA*
Erwerben, Selbstnutzen & Vermieten

Alexander Goldwein

* Affiliate-Link

0
  Verwandte Artikel