Edel-Urlaub im Luxus: Ferienwohnung, Villa, Ferienhaus

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Eine spektakuläre Möglichkeit, seine Ferienimmobilie im Vermietungswettbewerb unverwechselbar und andersartig zu positionieren, ist die Besetzung des Luxus-Segmentes. Der Begriff Luxus ist außergewöhnlich positiv besetzt in den Köpfen vieler Menschen … nur wenige haben ihn, aber ablehnen würde ihn kaum jemand. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass themenaffine Suchbegriffe wie luxusurlaub, luxusferien, luxus ferienwohnung, luxus ferienhaus oder luxus villa weit über 100.000 mal im Monat bei Google eingegeben werden.

Ein interessantes Nachfragevolumen … Nun sucht natürlich nicht jeder mit der gleichen Absicht. Der eine möchte pompöse Ferienobjekte für den nächsten Urlaub ausfindig machen, ein zweiter sucht nach Luxusimmobilien zum Kauf und wieder ein anderer forscht nach glamourösen Ideen für die Einrichtung und Ausstattung des eigenen Ferienobjektes.

Da verwundert es natürlich nicht, dass die Anbieterseite sich bei derartigen Suchbegriffen gut bei Google zu positionieren versucht. Geben Sie doch einfach mal den Suchbegriff „luxus ferienwohnung“ bei Google ein und schauen sich aufmerksam die (organischen) Suchergebnisse an:

Da wären zunächst die üblichen Fewo-Portale wie Fewo-Direkt, Traum-Ferienwohnungen, E-Domizil & Co. in den Top 10 vertreten. Deren Suchmaschinen-Optimierungskraft wurde bereits mehrfach im Blog thematisiert und demzufolge überrascht die gute Google-Platzierung nicht wirklich. Aber findet man dort tatsächlich Luxus-Ferienwohnungen?

Testhalber habe ich mal den Fewo-Direkt-Link angeklickt und was springt mir als Erstes ins Auge? Da werden Luxusdomizile in Hawaii, Südafrika und Thailand beworben für nur 300 € pro Woche! Der Versuch bei Traum-Ferienwohnungen endet ähnlich: Es begrüßen mich eine Ferienwohnung in Bad Zwischenahn für 50 € pro Nacht und ein Ferienhaus im Hunsrück für 90 € pro Nacht, wenn ich dem Link des Google-Suchergebnisses folge.

Oh, in der unteren Hälfte der Top 10 finden sich noch private Homepages von Luxusferienwohnungen in Cuxhaven, Duhnen und Worpswede. Ab 59 € pro Nacht wird Luxus versprochen … auf Webseiten mit zumeist technisch überholtem Outfit.

Also entweder habe ich eine falsche Vorstellung von Luxus oder aber jeder benutzt diesen Begriff, wie es ihm gerade passt. Der lateinische Ursprung des Wortes „luxus“ bedeutet verrenkt, ausgerenkt im Sinne einer Abweichung vom Normalen (=Verrenkung). Der Duden offenbart folgende Bedeutung:

kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o. Ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Pracht, verschwenderische Fülle.

Das einzige Suchergebnis in den Top 10, welches dieser Definition halbwegs nahekommt, ist die Webpräsenz von Bellevue-Ferienhaus. Dem ursprünglich exklusivem Angebot von erlesenen Ferienimmobilien wurde mittlerweile aber auch viel Durchschnittliches hinzugefügt.

Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise das Unternehmen RheinProperty. Auf deren Webpräsenz empfängt mich die Botschaft „Specialist in Villa and Chalet rentals“. Der Webauftritt ist schlicht, aber elegant. Und ich finde auf Anhieb ein Schnäppchen unter den angebotenen Ferienimmobilien: Das Chalet Telluride in Colorado, USA für 12.000 Euro pro Woche!

Spitzenreiter am anderen Ende der Preisskala ist das Chalet Papillon in Courchevel, Frankreich mit märchenhaften 150.000 Euro Mietpreis pro Woche. Dafür gibt es dann auch Luxus pur:

7 Schlafzimmer mit Bädern, Pool, Jacuzzi, Sauna, Hammam, Fitnessraum und Heimkino erwarten die Gäste. Koch, Butler und Chauffeur sind inklusive. Eine Masseuse ist täglich im Chalet.

Man fragt sich unwillkürlich, wer sich einen derartigen Luxusurlaub gönnt. Obwohl RheinProperty nicht in den Top 10 der organischen Suchergebnisse zu finden ist, fällt mir sofort ein gravierender Unterschied zu den o.g. privaten Homepages von Luxusferienwohnungen auf. Letztere weisen eher unterirdische Besucherzahlen mit Alexa-Ranks zwischen 14 und 30 Mio. auf. Rhein-Property ist immerhin im Bereich um 3,5 Mio bei Alexa gerankt. Man braucht bei den Mietpreisen ja auch nicht extrem viele potentielle Feriengäste anzulocken, sondern nur die richtigen.

Und die werden auch noch fein säuberlich gesiebt. Bei Suchbegriffen wie „Luxus Chalet“ oder „Luxus Villa“ sind aktuell Google-Adwords-Anzeigen geschaltet, welche auf Position 1 erscheinen:

Lesen Sie mal den Text genau durch. Da steht klipp und klar „Chalets ab 10.000 €/Woche“. Man legt es gar nicht auf extrem viel Besucherverkehr an, da der Preis sofort selektiv wirken dürfte. Ein typisches Marketingverfahren im Luxussegment. Der Markt ist klein und kein Massenmarkt. Man muss sich dabei genau auf die Bedürfnisse dieser Klientel einstellen und die Luxus-Positionierung sollte sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche des Anbieters ziehen:

– das öffentliche Auftreten – Repräsentanz, Homepage, Werbung – sollte eine besonders hohe Wertigkeit ausstrahlen
– alle Mitarbeiter des Luxusanbieters beweisen einen Hang zu einem außergewöhnlichen Kundenservice
– die Begleitleistungen rund um die Vermietung inklusive möglichem Personal reichen weit über jeglichen Vermietungsstandard hinaus
– die Ferienobjekte selbst sind pompös, qualitativ einzigartig und befinden sich zumeist in ausgezeichneter Lage

Kann man diese Definition von Luxusurlaub auf das 5***** – Segment nach den Klassifizierungskriterien des Deutschen Tourismusverbandes anwenden? Sie können es versuchen, werden aber schnell feststellen, dass es dabei einen bedauernswerten Schwachpunkt gibt. Nämlich die Tatsache, dass die Sternevergabe auch eine Konformität der Standards mit sich bringt. Wenn alle dieselben Kriterien erfüllen müssen, dann entsteht als Nebeneffekt auch viel Gleichartigkeit. Und genau das will ich aus Wettbewerbsgründen ja vermeiden.

Übrigens, klicken Sie sich ruhig mal beim o.g. Luxusspezialisten Rheinproperty durch die Webseite. Fällt Ihnen etwas auf? – Richtig. Keine einzige der vermarkteten hochpreisigen Ferienimmobilien ist mit irgendwelchen Sternen dekoriert …

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