Marktanalyse für Ferienobjekte Teil 1

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Sie haben sich dafür entschieden, eine Ferienwohnung zu kaufen und dann extern vermieten zu lassen … doch wo sollte der Standort dieser Fewo liegen?

Theoretisch gilt: Eine Ferienwohnung kann überall erfolgreich vermietet werden. Es kommt halt vor allem auf Ihre Marketingfähigkeiten an. Ich persönlich würde aber empfehlen, ein vorhandenes hohes Vermietungspotential zu nutzen und nicht erst aufwendig einen Markt für Ihre Dienstleistung zu schaffen. Wenn Sie also erfolgreich vermieten wollen, dann konzentrieren Sie sich auf Regionen, die bereits Urlaubsschwerpunkte sind. Wo sich alljährlich viele Feriengäste tummeln, kommen bestimmt auch einige davon für Ihre Ferienimmobilie in Frage.

Welches sind den nun die TOP-Urlaubsreiseziele der Deutschen im Inland? Ich greife zur Illustration meiner eigenen Marktanalyse für Ferienobjekte mal auf Daten der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen zurück. Diese stammen zwar von 2008, für eine grobe Annäherung sind diese hinreichend.

Alle Inlandsurlaubsreisen                            20 Mio.

  1. Bayern                                                  4,3 Mio.
  2. Mecklenburg-Vorpommern                  3,7 Mio.
  3. Schleswig-Holstein                              2,8 Mio.
  4. Niedersachsen                                     2,5 Mio.
  5. Baden-Württemberg                            1,8 Mio.

Dieser ersten groben Marktanalyse für Ferienobjekte darf man als Quintessenz wohl entnehmen: Berge und Meer sind am beliebtesten. Daran sollte man sich orientieren.

Für mich kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Sie müssen von Ihrem Ferienobjekt restlos begeistert sein. Die Lage, die Infrastruktur und die Freizeitangebote  der Umgebung, die Einrichtung Ihrer Fewo … all das ist enorm wichtig. Am besten ist es, wenn Sie selbst permanent Gast in Ihrer Ferienwohnung sein möchten. Wie wollen Sie denn Gäste für Ihre Urlaubsimmobilie begeistern, wenn Sie nicht selbst fasziniert wären? Vergessen Sie also bitte ganz schnell die Überlegung „Diese Immobilie liegt zwar im Niemandsland, ist dafür aber saugünstig.“ Sie werden sonst jeden Tag nur damit beschäftigt sein, potentielle Gäste dorthin zu locken. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf Standorte, in die Urlauberhorden schon von ganz allein ohne Ihr Zutun strömen.

Noch eine Anmerkung hierzu: Nachteil dieser Überlegung ist definitiv: Wo viele Fewo-Gäste sind, gibt’s Immobilien leider nicht für’n Appel und ’n Ei. Hohes Vermietungspotential geht immer einher mit höheren Immobilienpreisen, wie wir in den folgenden Artikeln noch sehen werden. Aber keine Angst, bei geschickter Fewo-Vermarktung machen Sie diesen Nachteil mehr als wett.

 

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Kommentare

  1. Karsten  Juni 29, 2017

    Hallo,
    ich bin auf der Suche nach einer Statistik für die Beliebtheit von An- und Abreisetagen in FeWos in der Saison von Pfingsten bis Ende September auf Usedom.
    Haben Sie dafür Zahlen?

    Ich liege gerade mit meiner Verwaltung in Karlshagen über Kreuz, weil sie zugelassen hat, dass Gäste an einem Montag anreisen dürfen und sich nun niemand findet, der davor seinen Aufenthalt am besagten Montag beenden möchte.
    Aus meiner Sicht, sind Montag und Dienstag für den Bettwechsel eine absolute Katastrophe.

    Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Danke und viele Grüße Karsten Morgenstern

    antworten
    • Tilo Boy  Juni 30, 2017

      Hallo Karsten,

      in der Hauptsaison ist generell Samstag An-/Abreisetag auf Usedom. Ggf. noch Freitag oder Sonntag. Zu anderen Saisonzeiten auch andere Wochentage. Das hängt natürlich von der Nachfrage ab.

      Bei uns hatten die beauftragten Agenturen schon von allein drauf geachtet, dass der SA-SA-Rhythmus eingehalten wird, um Belegungslücken zu vermeiden. Das sollten Sie dann wohl grundsätzlich mit Ihrer Verwaltung klären, um zukünftige Missverständnisse zu vermeiden.

      Manchmal gab es auch Gäste mit 10-Tage oder 18 Tage-Interesse. Haben wir dann meist zugelassen, da die Lücken entweder auf Grund der guten Nachfrage schließbar waren oder aber als Anregung für Sie – per Last-Minute-Marketing. Hat bei uns auch in der Nebensaison gut funktioniert. Bräuchte man entsprechend ein gutes Last-Minute-Marketing der Verwaltung oder aber Eigeninitiative über gute Last-Minute-Portale für Usedom.
      Eine sehr gute Anlaufstelle für Lücken ist auch immer die Touristinfo vor Ort.

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