Rückblick – Deutsche Ferienimmobilien als Sachwert in der Krise ab 2008 Teil 1

Geschrieben von:

Die weltweite Überschuldungsproblematik harrt weiter einer tragfähigen Lösung. Die üblichen Durchhalteparolen des Establishments in den gleichgeschalteten Medien sind wenig hilfreich – höchste Zeit für die Frage: „Wie werden sich Ferienimmobilien in der aktuell andauernden Krise verhalten?

Um es gleich vorweg zu nehmen, es gibt keine Masterantwort. Zu viele Faktoren, derzeit vor allem politische, haben Einfluss auf den Sachwert Ferienimmobilie. Es gilt also, wachsam die jeweiligen Entwicklungen zu beobachten und seine Schlüsse daraus zu ziehen.

Sehr hilfreich ist hierbei ein Blick auf historische Ereignisse und deren Auswirkungen am (Ferien-)Immobilienmarkt. Da dem geneigten Leser ie Entwicklungen um das Jahr 2008 sicherlich noch frisch in Erinnerung sind, wollen wir hier mit unserer Untersuchung beginnen …

Drei Hauptfaktoren bestimmen im Verlauf der Jahre darüber, ob meine Investition in eine Ferienimmobilie von Erfolg gekrönt ist oder nicht.  Dies sind:

1. Die Höhe der Einnahmen aus der (Ferien-)Vermietung
2. Die Summe aller Kosten (Kauf, Vermietung, Bestandshaltung, Verkauf)
3. Der Verkaufserlös der Ferienimmobilie

1. Die Höhe der Einnahmen aus der (Ferien-)Vermietung

Erstrebenswertes Ziel der Ferienvermietung ist selbstverständlich eine höchstmögliche Zahl an Belegungstagen im Jahr. Genau darauf sollten all Ihre Marketingmaßnahmen ausgerichtet sein. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Kennzahl stets in enger Verbindung mit dem erzielten Mietpreis zu beurteilen ist. 250 Vermietungstage pro Jahr bei einem durchschnittlichen Mietpreis von 50 Euro bedeuten 12.500 Euro Bruttoeinnahme. Wer nur 180 Vermietungstage schafft, dafür aber einen durchschnittlichen Mietpreis von 80 Euro erzielt, dem fließen 14.400 Euro Mieterträge zu. Die Grundregel lautet also: Eine höchstmögliche Zahl an Vermietungstagen zu hohen, aber marktgerechten Mietpreisen.

In Krisenzeiten beginnen die Bürger quasi aus Selbstschutz ihre jährlichen Kosten auf den Prüfstand zu stellen. Da der Familienurlaub keine lebenswichtige Ausgabe darstellt, könnte hier der Gürtel durchaus enger geschnallt werden. Es liegt aus Vermietersicht nahe, Einnahmeausfälle zu befürchten – sowohl was die Zahl der Vermietungstage anbelangt, als auch die Höhe des erzielbaren Mietpreises.

Zum Ende des Jahres 2008 machte ich mir ernsthaft Sorgen, wie sich die damalige Finanzkrise auf die Buchungssaison 2009 auswirken würde. Werden die Feriengäste auf einen Usedomurlaub verzichten? Es liegt auf der Hand, dass doch einige potentielle Gäste aus finanziellen Gründen „Urlaub auf Balkonien“ vorziehen werden. Doch dann nahte Hilfe aus einer ganz anderen Ecke. Aus eigenem Erleben kann ich bestätigen, dass eine erkleckliche Zahl an Touristen, die normalerweise ihren Sommerurlaub vor allem rund ums Mittelmeer verbringen, nun Gäste an der heimischen Ostsee wurden. Ein möglicher Urlaubsverzicht aus finanziellen Gründen kam scheinbar für viele nicht in Frage. Sie haben stattdessen das Urlaubsbudget etwas ausgedünnt und sich Erholung im Heimatland verordnet.

Buchungsanfragen per email (Quelle: ferienmiete.de)

Diese Entwicklung hatte in 2008 einen möglichen „Gästeknick“ nicht nur ausgeglichen, sondern gar überkompensiert. 2009 war ein gutes Vermietungsjahr, wie z.B. in der Grafik des Internet-Portals Ferienmiete.de zu erkennen ist. Keine Spur von Krise!

Es wäre jedoch töricht, dies als Freibrief für künftige Entwicklungen zu verwenden. Die Ursachen der (Schulden!)Krise 2008 wurden mitnichten ausgeräumt, sondern lediglich übertüncht und die tatsächliche Lösung auf später vertagt. Sie bahnen sich aktuell wieder den Weg an die Oberfläche.

Solange der potentielle Gast auf die wirtschaftliche Lage in einem wohlhabenden Land wie Deutschland nur mit Einschränkungen à la 2008 reagiert, sind wohl keine Verwerfungen im Vermietungsbereich zu erwarten.

Der riesige Schuldenberg nicht nur in Deutschland muss rein mathematisch (Zinseszinseffekt von Schulden) aber irgendwann aufgelöst werden, damit der Staat nicht daran erstickt. Wirtschaftliche Bereinigungsprozesse sind vorprogrammiert. Spätestens dann ist mit Einschnitten in der Ferienvermietung zu rechnen. Es gilt also, ein wachsames Auge auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und das daraus resultierende Buchungsverhalten der Urlaubsgäste zu haben, um mit entsprechendem Marketing darauf reagieren zu können.

 

Weitere Artikel zum Thema:

Amazon Buchtipps zum Thema Vermögensbildung mit Immobilien

Das 1x1 des Immobilien Millionärs

Reich werden mit Wohnimmobilien durch überlegene Strategie: Machen Sie das Beste aus Ihrem Geld! (Masterkurs Immobilieninvestments 1)

Suche und Prüfung von geeigneten Renditeimmobilien: Machen Sie das Beste aus Ihrem Geld! (Masterkurs Immobilieninvestments 2)

Das Einmaleins der Immobilien-Investition: Warum Immobilien so phänomenal lukrativ sind. Das verständlichste Immobilienbuch betreffend Anlageimmobilien und selbstgenutze Wohnimmobilien.

Reich werden mit Wohnimmobilien durch überlegene Strategie*
Machen Sie das Beste aus Ihrem Geld! (Masterkurs Immobilieninvestments 1)

Alexander Goldwein

Suche und Prüfung von geeigneten Renditeimmobilien*
Machen Sie das Beste aus Ihrem Geld! (Masterkurs Immobilieninvestments 2)

Alexander Goldwein

Das Einmaleins der Immobilien-Investition*
Warum Immobilien so phänomenal lukrativ sind. Das verständlichste Immobilienbuch betreffend Anlageimmobilien und selbstgenutze Wohnimmobilien.

Michael A. Peter

Der Kauf von Ferienimmobilien

Amazon Literatur rund um die Ferienimmobilie

Spanienimmobilien erwerben, besitzen und vererben (Immobilien im Ausland)

Mit Ferienimmobilien Vermögen aufbauen und Steuern sparen!: In elf Schritten zur erfolgreichen Vermietung

Immobilienbewertung aus Sicht des Finanzamtes: „Das sollten Sie als Immobilienbesitzer und Steuerzahler wissen!“

Das 1x1 des Fewo-Marketing: Helfen Sie Ihrer Ferienvermietung auf die Beine!  Ratgeber für Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern

Spanienimmobilien*
erwerben, besitzen und vererben

Peter Schöllhorn

Mit Ferienimmobilien Vermögen aufbauen und Steuern sparen!*
In elf Schritten zur erfolgreichen Vermietung

Stefanie Schreiber

Immobilienbewertung aus Sicht des Finanzamtes*
Das sollten Sie als Immobilienbesitzer und Steuerzahler wissen!

Thomas H. Garthe

Das 1×1 des Fewo-Marketing*
Helfen Sie Ihrer Ferienvermietung auf die Beine! Ratgeber für Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern

Christine & Tilo Boy

Bewertung einer Ferienimmobilie

* Affiliate-Link

0
  Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar