Meine Ferienwohnung als Steuersparmodell Teil 2

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Eine recht interessante Variante, seine Ferienwohnung als Steuersparmodell zu nutzen, ist der Erwerb einer Ferienimmobilie in einem Sanierungsgebiet oder städtebaulichen Entwicklungsgebiet (§ 7h EStG) bzw. eines Baudenkmals (§ 7i EStG). Hier handelt es sich um eine historische Bausubstanz, deren Erhalt im sogenannten öffentlichen Interesse liegt. Solche Objekte entsprechen zumeist nicht mehr heutigen Standards und sind oft sogar ruinös.

Derart heruntergekommene Objekte gab’s nach der Wende in den neuen Bundesländern zuhauf. Viele von ihnen wurden mittlerweile liebevoll restauriert. So überdauerten auf der Insel Usedom Hunderte Villen aus der Kaiserzeit das DDR-Regime. Die Ostseeküste Usedoms war bereits zu preussischer Zeit ein äußerst beliebter Ort für Sommeraufenthalte. Adel, Dichter, Künstler und gut betuchte Bürgerliche vor allem aus Berlin gaben sich die Urlaubsklinke in die Hand. Die meisten dieser Objekte wurden denkmalgerecht saniert und dienen heute als Feriendomizil für Urlaubsgäste aus aller Welt.

Baudenkmal Autorenhaus in Ahlbeck auf Usedom

Die Wiederherstellung solcher Immobilien bedeutet natürlich einen hohen Aufwand, der staatlich unterstützt wird. Die Villa Wilhelmshöh im Seebad Ahlbeck beispielsweise sah vor der Sanierung extrem bedürftig aus, wie auf dem nebenstehenden Foto unschwer zu erkennen ist.

Der Steuerberater erteilte dazu folgende Auskunft: Sanierungsaufwendungen können im Eiltempo abgeschrieben werden … im Herstellungsjahr und in den ersten 7 Jahren jeweils bis zu 9%, in den folgenden 4 Jahren jeweils bis zu 7%. Dies gilt für alle Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind. Dieser Umstand kann dazu führen, dass nach 12 Jahren bereits alle anerkannten Sanierungskosten für Ihre Ferienwohnung vollständig abgeschrieben sind. Das ist ein ordentlicher Unterschied zu den sonst üblichen 2% bei „normalen“ Immobilien. Allerdings sind alle Massnahmen mit der Denkmalbehörde abzustimmen, werden von dieser abgenommen und entsprechend für Ihre Steuererklärung bescheinigt. In der Praxis übernimmt nicht selten der Bauträger diesen Behördenmarathon für Sie.

Dieser sogenannte Sanierungsanteil kann im Extremfall über 80% betragen und beschert seinem Nutzer in den ersten Jahren hohe Abschreibungssummen (negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung),  mit denen die Steuerlast ordentlich gesenkt werden kann.

Es gibt Unternehmen, die sich auf diese Art von Immobilien als Steuersparmodell spezialisiert haben. Umfangreiche Informationen rund um die Denkmalimmobilie finden Sie bei verschiedenen Anbietern im Internet. Ein Beispiel einer Ferienimmobilie in der Sanierungsphase auf der Insel Usedom können Sie sich unter baeder-immobilien-usedom.de ansehen.

 

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